Der richtige Hochdruckreiniger für Ihr Auto
Wenn Sie Ihr Auto säubern möchten, reichen dazu für den privaten Einsatz Hochdruckreiniger ab 130-140 bar Druck. Es sollten mindestens 400 Liter Wasser pro Stunde eingesetzt werden, damit der abgelöste Schmutz auch wirklich abgespült wird. Als Reinigungsmittel ist ein Aktivschaum empfehlenswert. Dieser dringt in die Verkrustungen aus Öl, Fett, Teer, Straßenschmutz und Abrieb von Bremsbelägen sowie Reifen ein und löst diesen. Eine ausreichende Schaumentwicklung bindet den Schmutz, der dank der Spülleistung des Reinigers auch sauber weggeschwemmt wird.
Reiniger mit mehr Druck sind etwas schwieriger zu handhaben, dafür aber effizienter. Mit einem Hochdruckreiniger um 180-200 bar Druck können Sie mehr Fläche aus größerem Abstand säubern. Nachteil: Wenn Sie mit starken Geräten zu nahe an das Kraftfahrzeug herantreten, kann es zu Beschädigungen kommen. Hartnäckigen Schmutz, beispielsweise an LKW oder Bussen, begegnet man mit mehr Druck und aggressiveren Reinigungsmitteln, die stärker Verschmutzungen zersetzen.
Dampfstrahler oder Heißwasser-Geräte eignen sich ebenfalls hervorragend für die genannten Aufgaben. Zusätzlich zu Druck und Chemie bewirkt der heiße Dampf eine schnellere Ablösung des Schmutzes. Hier lohnen sich keine Billiggeräte, es sollte sich schon um Markenware handeln, die auch eine langfristige Investition rechtfertigen. Interessant sind dabei nicht nur die im allgemeinen Sprachgebrauch verwendeten Marken. Oertzen, Comet, Syntecs oder Putzmeister liefern sehr gute Qualität zu vernünftigen Preisen. Hier liegen dann auch die Unterschiede zur Billigware aus Fernost: Bei den genannten Marken stimmen die Leistungswerte tatsächlich, der Einsatz von Kunststoff beschränkt sich auf das Gehäuse und nicht die entscheidenden Teile an Pumpe und Motor.
Beim Zubehör kommt es ebenfalls auf die Qualität an. Billigware hat meist fest verschraubte Verbindungen von Hochdruckschlauch, Hochdruckpistole und Hochdrucklanze. Entsprechend ringelt sich der Schlauch, gegen den man, zusätzlich zur eigentlichen Arbeit, ankämpft. Besser und weit komfortabler sind drehbare Schraubverbindungen. Die Pistole liegt sicher in der Hand, ohne dass der Schlauch durch "Bocken" stört. Und wenn noch die Lanze drehbar ist, kommt man ohne Verrenkungen prima etwa in die Radkästen. Übrigens sollte der Schlauch auch ein spezieller Schlauch für Hochdruckreiniger sein, nicht einfach ein abgewandelter Hydraulikschlauch. Letztere sind in der Regel nicht temperaturbeständig und scheuern zu schnell durch. Die richtigen Schläuche haben eine einfache (1SN8) oder zweifache (2SN8) Ummantelung aus Stahlfäden. Sie sorgen bei leistungsstarken Geräten zudem für mehr Sicherheit. Mit einem leistungsstarken Reiniger oder Dampfstrahler ist nicht zu spaßen, auf jeden Fall sind die Sicherheitsvorschriften Ernst zu nehmen.
Georg Grohs
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