Intelligenter Feuchteschutz


Der Grund, dass viele Holzhäuser ein sehr gutes Raumklima haben, liegt einerseits an der sehr geringen Temperaturleitzahl, andererseits aber auch an weiteren positiven Eigenschaften natürlicher Baustoffe. Holz kann in einem weiten Bereich Feuchtigkeit aufnehmen und speichern ohne durch diese Feuchtigkeitszunahme gefährdet zu werden.

Holz kann bei einer Steigerung der Raumluftfeuchte von 50 % auf 60 % 5 kg Wasser aufnehmen und auch wieder abgeben. Dadurch wirken unbehandelte oder mit natürlichen Anstrichen versehene Holzflächen ausgleichend auf den Feuchtehaushalt und wirken den Feuchtigkeitsspitzen entgegen.

Feuchteschutz, Feuchtigkeitsschutz
Die Vermeidung von unzulässigen Mengen an Feuchtigkeit wird unter dem Begriff Feuchteschutz (Feuchtigkeitsschutz) zusammengefasst. Um die Auswirkungen von Feuchtigkeit beurteilen zu können, müssen zuerst die Mechanismen, die zur Entstehung von Feuchtigkeit in einer Konstruktion führen, bekannt sein.

Es gibt drei Arten wie Feuchtigkeit in eine Konstruktion gelangen kann:

  • Baufeuchte
  • Niederschlagswasser und Undichtheiten
  • Wasserdampftransportvorgänge
Baufeuchte ist die bei der Herstellung eines Bauwerkes notwendige Menge an Wasser, die in den eingebauten Bauteilen vorhanden ist. Besonders bei Betonbauwerken oder Bauwerken aus Mauerwerk kommen durch diese Baufeuchte große Mengen an Feuchtigkeit in die Konstruktion. Bei Holzbauwerken ist die Menge an Feuchtigkeit, die durch diesen Vorgang eingebracht wird, meistens zu vernachlässigen.

Der Feuchteeintrag durch Niederschlagswasser in die Konstruktion ist durch geeignete Abdichtungselemente zu verhindern. Bei ungewolltem Eindringen von Niederschlagswasser in die Konstruktion ist sicherzustellen, dass die Feuchtigkeit aus der Konstruktion entweichen kann. Das Eindringen von Feuchtigkeit durch Undichtheiten in den Installationsleitungen oder sonstigen Einrichtungsgegenständen kann nie zur Gänze ausgeschlossen werden. Die gewählten Konstruktionen sollen eine Entdeckung der Leckstellen schnell ermöglichen und andererseits das Entweichen der Feuchtigkeit nicht zu stark behindern.

Bei den Wasserdampftransportvorgängen werden zwei Transportvorgänge unterschieden. Der eine Transportvorgang ist die Wasserdampfdiffusion, der andere die Wasserdampfkonvektion. Der Feuchteeintrag durch Wasserdampfkonvektion ist zirka 10 mal so groß wie bei der Wasserdampfdiffusion. Daher ist die Konvektion in Konstruktionen durch entsprechend gut geplante und ausgeführte Abdichtungen zu verhindern.

Bei der Wasserdampfdiffusion kann der Ausfall der Feuchtigkeit (Kondensation) durch 4 Prozesse erfolgen:

  • Primärkondensation: Dabei entsteht Kondensation in der Hinterlüftungsebene einer Konstruktion durch große Wasserdampfbelastung an der kalten Außenfläche der Konstruktion.
  • Sekundärkondensation: Dabei wird warme, feuchte Luft in den Hinterlüftungsraum eingetragen und schlägt sich dann an den noch kalten Außenflächen der Konstruktion nieder. Diese Sekundärkondensation entsteht häufig in den Übergangsmonaten.
  • Oberflächenkondensation: Dabei unterschreitet die innere Oberflächentemperatur der Außenbauteile die Grenztemperatur der Raumluft und Kondenswasser fällt an der Oberfläche aus.
  • Kondensation im Inneren einer Konstruktion: Dabei fällt im Inneren einer Konstruktion Kondenswasser aufgrund der ungünstigen Schichtenfolge aus.
Zur Verhinderung von Oberflächenkondensat genügt eine entsprechend gute Dämmung der Außenbauteile. Die Gefahr einer Oberflächenkondensation ist bei den modernen Konstruktionen durch den sehr guten Standard der Dämmung fast auszuschließen. Kondensation im Inneren von Bauteilen ist nicht immer zu verhindern. Deshalb werden in der DIN 4108 Hinweise zur Beurteilung der Eignung von Konstruktionen gegeben.

Weitere Informationen zum Thema Feuchteschutz und Dämmung erhalten Sie bei der Firma Thermofloc

Christoph Batik

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