Wandheizung und Fußleistenheizung


Bei einer Wandheizung werden Heizungsrohre in der Wand verlegt, so dass die gesamte Wand als "Heizkörper" dient. Die Heizrohre werden bei einer massiven Wand direkt auf das Mauerwerk verlegt und dann mit einer Putzschicht überdeckt. Dabei ist zu beachten, dass der Putz elastisch genug ist, um etwaige Spannung ohne Rissbildung aufnehmen zu können. Aber auch im Trockenbau ist die Integration einer Wandheizung möglich.

Der große Vorteil einer Wandheizung ist, dass mit einer niedrigen Vorlauftemperatur gearbeitet werden kann. Dadurch kommt es zu einer gleichmäßigen Erwärmung der Wand, die die Wärme dann in Form der physiologisch günstigen Wärmestrahlung abgibt. Da die Luft selbst kaum erwärmt wird, kommt es zu keiner Luftzirkulation, was einem Aufwirbeln von Staub entgegenwirkt.

Auch die Fußleistenheizung ist eine Niedertemperaturheizung. Im Gegensatz zur Wandheizung wird bei der Fußleistenheizung zunächst die Luft in unmittelbarer Wandnähe erwärmt. Diese steigt auf und erwärmt dabei die Wand, welche dann die Wärme in Form von Wärmestrahlung abgeben kann. Ist die Fußleistenheizung richtig eingestellt, so bleibt die Luftbewegung auf einen sehr schmalen Bereich entlang der Wand begrenzt und wirkt nicht störend.

Da sowohl die Wandheizung als auch die Fußleistenheizung mit geringen Temperaturen arbeiten, eignen sie sich sehr gut in Kombination mit einer Wärmepumpe oder mit einer Solaranlage.

Markus Boos
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