Stipendium – Ein Zuschuss der Wissen schafft
Wer als Student ein Stipendium erhalten möchte, muss mehr bieten als nur einen guten Notenschnitt. Die „richtige“ Persönlichkeit und ehrenamtliches Engagement für soziale oder karitative Zwecke wiegen bei der Stipendienvergabe ebenso schwer, wie das Zeugnis des Antragstellers. Zudem sollte ein besonderer Einsatz für das jeweilige Fachgebiet, z.B. durch die Teilnahme an Vorlesungen während der Semesterferien, erkennbar sein.
Akademiker die sich ein Wissenschaftsstipendium erhoffen, müssen den zuständigen Kommissionen ihre jeweiligen Forschungsprojekte vorlegen. Dabei ist es von Fall zu Fall unterschiedlich, ob verlangt wird, dass sich die Forschungsarbeit bereits in einem fortgeschrittenem Stadium befindet, oder ob eine Vorstellung der theoretischen Basis oder des methodischen Ansatzes der Arbeit bereits ausreicht. In jedem Fall muss aber beachtet werden, dass bestimmte Stipendien für die Forschung an forschungsfremde Kriterien, wie etwa eine lokale Verankerung des Antragstellers, geknüpft sind. Sind solche Stipendien erst einmal gewährt, bedeutet dies nicht, dass alle bürokratischen Hürden überwunden sind. So muss im Laufe der Forschungsarbeit stets lückenlos nachgewiesen werden, wie die zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel verwendet werden.
Die wohl populärste Form des Stipendiums ist die des Akademischen Austauschdienstes. Hier werden Mittel zur Verfügung gestellt, um Konferenzen zu besuchen, Vorträge zu halten oder im Ausland zu studieren bzw. zu lehren. Um ein solches Stipendium zu erhalten, kann es bereits ausreichend sein, eine Arbeit zum „richtigen“, weil im Umfeld eines bestehenden Projektes angesiedelten, Themas zu verfassen. Solche Arbeiten werden dann von den jeweiligen Zuständigen der eigenen Universität beispielsweise mit einer Konferenzreise belohnt, für welche die einmalige Aufwandsentschädigung oft höher ausfällt, als die tatsächlichen Reise- und Unterbringungskosten.
Ein gutes Projekt bzw. das richtige Vorhaben zahlt sich durch ein solches Stipendium aus, da wie es sonst bei Studenten üblich ist, nicht so sehr auf die finanzielle Situation aufgepasst werden muss. Ein Bangen um Bafög oder gar Zahlung der Studiengebühren muss so keine Beachtung geschenkt werden.
Peter Piekarz
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