Gut bewirtet mit einem virtual Server
Schon seit längerem offerieren viele Hosting-Anbieter virtuelle Server, auch vServer genannt. Im Prinzip handelt es sich um mehrere (virtuelle) Server, die sich auf einem einzigen Server befinden, der den physischen Host darstellt. Der Vorteil dabei ist, dass jedem Kunden von solch einem vServer trotzdem die üblichen Eigenschaften eines gewöhnlichen Root-Servers zur Verfügung stehen.
Aufgrund der gemeinsamen Nutzung des Arbeitsspeichers, sog. RAM, wird in der Regel seitens der Hoster ein Minimum an RAM garantiert, diese untere Grenze wird dann auch eingehalten. Im Gegenteil – der Arbeitsspeicher kann zeitweilig sogar erhöht werden, vorausgesetzt die Auslastung zum gegebenen Zeitpunkt ist entsprechend gering und somit Ressourcen im Überfluss vorhanden. Dies ist immer dann der Fall, wenn keiner der Mitbenutzer das garantierte RAM-Minimum ausschöpft. So kann dann der Überschuss auf die gerade aktiven vServer verteilt werden.
Zwischen den einzelnen Hostern gibt es kaum nennenswerte Unterschiede, was die Preise anbelangt. Der Einstiegspreis liegt meistens bei ca. 10 Euro monatlich, dafür bekommt man dann einige Gigabyte Traffic und Webspace. Bevor man sich für einen dieser Server entscheidet, gilt es zu berücksichtigen, dass ein passabler Root Server immerhin schon ab 40 Euro pro Monat zu haben ist.
Vorteilhaft an dem letzteren ist, dass der Kunde stets die volle Kontrolle darüber hat, somit sind Backups oder Reboots genauso selbstverständlich wie PHP- oder PERL-Installationen. Nachteilig wirkt sich allerdings aus, dass volle Kontrolle auch volle Verantwortung bedeutet, Sicherheitsfragen inklusive. Für wen das zu riskant scheint, für den wäre ein sog. Managed-Server vielleicht die bessere Alternative. Dieser bietet die gleichen Leistungen und Funktionen wie ein Root-Server, aber zusätzlich wird dem Kunden hier die Sorge abgenommen, selbst für die Sicherheit zu sorgen. So braucht sich dieser nicht mit Viren, Trojanern und anderem virtuellen Ungeziefer zu plagen.
Enrico Wnendt
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