Flachbettscanner für Dias und Negative verwenden?
Dias und Negative mit einem Flachbettscanner digitalisieren? Das hört sich verlockend an, da Flachbettscanner mit guten technischen Daten äußerst preiswert angeboten werden und spezielle Aufnahmehalter für Dias und Negativfilm gleich im Lieferumfang enthalten sind. Was spricht dagegen seine Dias/Negative damit zu scannen? Ganz einfach, die Qualität ist äußerst dürftig! Bei einem Flachbettscanner liegt, im Gegensatz zum Filmscanner, eine Glasplatte zwischen Filmvorlage und CCD-Elementen, das verursacht den ersten Qualitätsverlust. Filmscanner arbeiten mit einer zusätzlichen hochwertigen Optik zwischen Film und CCD-Elementen, dadurch können mehr CCD-Elemente für die Abtastung eingesetzt werden. Auch die teuren Flachbettscanner bedienen sich dieser Technik, doch lässt hier die Qualität der Optik zu wünschen übrig, da hochwertige Optiken für die normalerweise großformatigen Scanvorlagen viel zu kostspielig sind.
Für die Digitalisierung Ihrer Bilder sollten Sie einen professionellen Scanservice beauftragen, denn der finanzielle Aufwand für die Beschaffung eines Filmscanners liegt bei 500 €, entsprechende Software nicht mit einbezogen. Auch von der Beauftragung eines Discounters ist abzuraten, weil dieser kaum in der Lage sein wird alterungsbedingte Veränderungen ( z.B. Farbstiche ) Ihres Bildmaterials individuell auszubessern.
Leopold Hiersche
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