Mein Weg zum Unternehmer


Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen. Nun meine Reise beginnt nicht als Wegstrecke, sondern als Lebenserfahrung. Ich habe mich auf den Weg gemacht ein Unternehmer zu werden. Ein Unternehmer zu sein! Nun was braucht man, um einer zu sein. Man braucht Wissen. Man braucht Gelassenheit und ein Polster für die Rückschläge. So ausgerüstet! Anfangen… Zum Anfangen braucht man Mut, ein Produkt oder Dienstleistung, Freunde und Partner. Als ich diese Belanglosigkeiten so ziemlich bei sammen hatte, stellte ich fest. Es gibt immer noch viele Steine auf den Weg ein Unternehmer zu sein.

Nun die eigentliche Geschichte: Ich bin 35 Jahre alt, Unternehmer, Vater, Ehemann und die Erkenntnis, was man ist wird von Außen an einen herangetragen. Ich wollte schon seit sehr langer Zeit etwas Eigenes auf die Beine stellen. Nach 12 Jahren Bundeswehr habe ich mir vorgenommen, Unternehmer zu werden. Da ich ausgebildeter Kfz-Schlosser Meister bin, sollte meine zukünftige Aufgabe technisch angelegt sein, allerdings habe ich auch festgestellt, dass mir Zahlen sehr viel Spaß machen. Also nutzte ich die Gelegenheit bei der Bundeswehr den staatlich geprüften Betriebswirt zu machen. Während der Schule zum Betriebswirt suchte ich aktiv ein Unternehmen, was zur Übergabe anstand und meinen persönlichen Vorstellungen weitestgehend entsprach. Am Buß- und Betttag 2003 lernte ich Herrn Stedler in Schneeberg kennen. Diese Firma Stedler stellt Verpackungsmaschinen aus Sachsen her. Wir merkten schnell, dass wir zusammen passen. Im Juni 2004 habe ich in der Firma Stedler Sachsen-Pack GmbH angefangen. Wir haben zusammen ein Konzept ausgearbeitet und mit Hilfe der IHK – Marktkenntnisse vertieft. Mit den Banken Verhandlungen geführt um die Finanzierung des Kaufpreises zu ermöglichen. Mit den Notar und Steuerberatern die Rechtlichen Rahmenbedingungen geklärt, um für alle Seiten eine tragfähige Lösung zu finden. Die KfW – Mittelstandbank, die Bürgschaftsbank Sachsen und die Sparkasse haben dann nach zwei Jahren prüfen die Finanzierung des Kaufpreises ermöglicht. Ich habe am 16.02.2006 die Firma Stedler Sachsen-Pack gekauft und bin seit einen Jahr erfolgreicher Unternehmer.

Neben der Aufgabe eine tragfähige Lösung auf die Beine zu stellen, musste die Firma weiter funktionieren, dies wäre ohne die qualifizierten und gut eingearbeiteten Mitarbeiter nicht möglich gewesen. Sie stellen noch heute das Rückrad dar. Die Mitarbeiter und ich beraten in allen Fragen, welche entstehen wenn die Verpackung optimiert werden soll. Dabei werden Fragen wie Energieeinsatz, Wege im Unternehmen, Personaleinsatz und Ziele der Verpackung geklärt. Als Ziel steht dem Unternehmen eine Lösung, unter Verwendung unserer oder fremder Maschinen, zur Verfügung. Auf die Verpackung kommt es an, wenn wir ein optimales Ziel erreichen wollen. Ob die Maschinen aus unserem Hause kommen spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.

Kay Günzel
kay.guenzel [ at ] googlemail [ dot ] com

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