Erlanger Bergkirchweih
Wie jedes Jahr findet zur Pfingstzeit für alle Erlanger quasi die fünfte Jahreszeit statt. Jedes Jahr strömen Besuchermengen von gut einer Million Menschen auf die Erlanger Bergkirchweih um sich ein Bild von der schönen Kulisse zu verschaffen. Es kommen Leute aus der ganzen Welt, um sich die ganzen Fahrgeschäfte und Keller auf einem 1 km langen Gelände am Hang des Burgbergs zu betrachten.
Zu den zahlreichsten Gästen zählen unter anderem auch die Chinesen und Japaner, die „hier und da“ ein paar Schnappschüsse und Bilder von der einmaligen Atmosphäre ergattern. Mit rund 11.000 festinstallierten Sitzplätzen unter Kastanien, Eichen, Buchen und Linden gehört „der Berg“, von den Franken auch gern „Berch“ oder „Bärch“ genannt, zu einem der größten Biergärten Europas. Ob die „Mooaß“ jetzt 5 EUR, 6 EUR oder 7 EUR kostet ist den Bergbesuchern eigentlich völlig egal. Es wird getrunken was auf den Tisch kommt. Jedoch schauen einige doch immer etwas zu tief in den Krug und wundern sich anschließend, wieso vor ihren Augen ständig verschwommene Bilder erscheinen.
Egal ob Autoscooter, Dosenwerfen, Bier trinken, Riesenrad fahren oder sich als Schützenkönig beweist und Bilder von seiner „liebsten“ schießt - es ist für jeden etwas dabei. Im Jahr 2005 feierte man 250 Jahre Bergkirchweih. Was sollte man auf der Bergkirchweih keinesfalls verpassen? – Ganz einfach – Das Riesenrad ist für jeden Berggänger Pflicht. Schon aus größerer Entfernung ist dieses Wahrzeichen der Bergkirchweih nicht zu übersehen. Seit einigen Jahren gilt es auch als das größte Riesenrad Europas. Das Beste daran ist, dass man von ganz oben einen wunderschönen Blick über Erlangen und das Umland hat.
Fotoapparat gezückt – schnell ein Bild gemacht – und schon hat man ein wunderschönes Andenken von Erlangen. Auch eine Fahrt bei Nacht in dem beleuchteten Riesenrad zahlt sich aus. Nach 10 wundervollen Tagen heißt es auch schon wieder Abschied nehmen! Nachdem sich nun jeder ein Bild gemacht hat, so wird auch letzte Bierfass begraben und die Zählerei geht wieder von vorne los: „Noch 360 Tage bis zur Bergkirchweih, noch 359 Tage, noch 358…“
Hans-Peter Höfler
hans-peter_hoefler [ at ] gmx [ dot ] de
