Liebesgeschenke zum Valentinstag


Im dritten Jahrhundert nach Christus lebte Valentin von Terni. Er war Bischof in der italienischen Stadt Terni, die zu seiner Zeit unter römischer Herrschaft stand und Interamna genannt wurde.

Der Bischof war ein Vertreter des noch jungen Christentums. Er war dafür bekannt, dass er Liebespaare traute, denen nach dem damaligen Gesetz (z. B. Soldaten, Sklaven u. A.) oder durch die Eltern die Heirat verboten war. Der Sage nach sollen die von ihm geschlossenen Ehen besonders glücklich gewesen sein. Die Sage berichtet, Valentin hätte den frisch Vermählten Geschenke, in Form von Blumen aus seinem Garten gemacht, als Zeichen für Gottessegen und Wohlwollen. Der heilige Valentin von Terni wurde am 14. Februar 268 n. Chr. auf Befehl des römischen Kaisers Claudius II. enthauptet, nachdem er sich geweigert hatte ein Standbild des Kaisers anzubeten. Er gilt daher als Märtyrer des christlichen Glaubens und der 14. Februar wurde zu seinem Gedenktag.

Der Brauch des Blumenschenkens hat sich bis in die heutige Zeit erhalten. Am Valentinstag schenken zumeist Männer ihren Partnerinnen Blumen und kleine Geschenke, als Zeichen ihrer Liebe.

Im angelsächsischen Raum findet sich eine andere Erklärung für das Blumengeschenk zum Valentinstag. Seit dem 15. Jahrhundert war es dort üblich vor allem Karten mit Liebesgedichten oder Sprüchen zu verschenken, die, wenn die Karte erwünscht war, mit einem Blumenstrauß beantwortet wurde. Diese Tradition lässt sich auf den Dichter Samuel Pepys zurückführen, der seiner Gattin zum Valentinstag einen Liebesbrief schrieb, auf den sie wiederum mit einem Blumenstrauß reagierte.

Die ersten englischen Pioniere trugen diesen Brauch mit sich über den Pazifik und bis heute ist der Valentinsbrauch in den USA, aber auch in anderen englischsprachigen Regionen, sehr beliebt. Nach dem zweiten Weltkrieg frischten die hier stationierten amerikanischen Besatzungstruppen den Valentinsbrauch wieder auf. Vor allem Floristen und Süßwarenfabrikanten griffen diesen Brauch auf und machten ihn durch Werbung und spezielle Präsente zum Valentinstag publik.

In der Volksrepublik China feiert man als Pendant zum Valentinstag den Qixi. Immer am siebten Tag des siebten Monats nach der chinesischen Kalenderrechnung. Dieser Feiertag gilt ebenfalls als Tag der Liebenden, der mit kleinen Geschenken unter den Liebenden begangen wird. Er wird auf die Legende vom Bauern und der göttlichen Weberin zurückgeführt.

Auch in Japan findet sich ein ähnlicher Brauch, den White Day. An diesem Tag verschenken besonders westlich orientierten Japaners untereinander Süßigkeiten. Die Süßigkeiten sind von weißer Farbe. Daher verdankt der Tag auch seinen Namen.

Michaela Sarnes
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Aussergewöhnliche Geschenke zum Valentinstag

Ein echter
Stern zum
Valentinstag