Shisha
Zuerst, was ist überhaupt eine Shisha? Eine Shisha ist eine orientalische Wasserpfeife. In ihr wird ausschließlich aromatisierter und mit Molasse (einem speziellen Mix aus Melasse und Glycerin) versetzter Tabak geraucht. Anscheinend wurde sie in Indien erfunden, mithilfe einer Kokosnuss und eines Bambusrohrs als Rauchsäule wurde dort schon gequalmt.
Im Laufe der Zeit kam sie dann in die arabische Welt und wurde dort weiterentwickelt. Doch immer noch ist die Shisha noch nicht so fortgeschritten, wie wir sie heute kennen und lieben. Es wird dort hauptsächlich starker Naturtabak (das heißt nicht aromatisierter Tabak) geraucht, in dem man die Kohle direkt auflegt. Zum Vergleich, in der westlichen Welt wird aromatisierter Tabak verwendet und die Kohle durch Alufolie oder ein Kohlesieb auf „Abstand“ gebracht. Doch mittlerweile trifft man sie auch oft in Cafés, Lounges, etc. in der westlichen Welt an. Jedoch hat sich in der Grundidee des Shisha- Rauchens bis heute nichts geändert.
Zusammensitzen, Shisha rauchen, miteinander reden und entspannen. Der milde und vor Allem voluminöse Rauch, der auch noch nach süßen Früchten schmeckt, macht das Shisha Rauchen vor Allem bei jungen Leuten beliebt.
Der Rauch ist viel weicher als der einer Zigarette, jedoch ist er nicht unbedingt weniger schädlich. Bis heute gibt es jedoch leider keinen aussagekräftigen Bericht beziehungsweise Test, zur Schädlichkeit einer Shisha. Fakt ist jedoch, dass es schädlich ist und abhängig machen kann. Hinweise auf den Packungen von Shishatabak sind zudem noch irreführend, angeblich sind 0% Teer in dem Tabak enthalten, das stimmt soweit, doch wie bei Zigaretten entsteht der Teer erst bei der Verbrennung.
Trotzdem erlebte die Shisha Ende des 20. Jahrhunderts einen noch nie da gewesenen Boom, es kamen immer mehr Tabakgeschmacksrichtungen, Setups für den Kopfbau, Shishamodelle, und leider auch Gesetze auf.
Zum Schutz der Raucher vor Betrug, wurde Pfeifentabak mit mehr als 5% Feuchtigkeit verboten, denn je mehr Molasse etc. im Tabak vorhanden ist, desto schwerer wird dieser. Leider wurde bei diesem Gesetz nicht beachtet, dass eben diese Feuchtigkeit ausschlaggebend für das Shisha Rauchen ist. Doch mittlerweile ist es möglich, Molasse zum Anfeuchten des trockenen Tabaks separat zu erwerben, dies ist jedoch eher eine Notlösung, sodass viele Raucher auf feuchten Tabak aus dem Ausland umsteigen. Dieser darf zwar nicht legal in Deutschland vertrieben werden, ist aber für den persönlichen Gebrauch legal. Doch eben dieser feuchte Tabak wird selten verzollt, so dass die Bundesregierung zum Teil enorme Verluste an Steuergeldern hinnehmen muss, es sei denn sie bearbeitet das mittlerweile knapp 30 Jahre alte Gesetz zum Schutze der Pfeifenraucher.
Tarek Müller
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