Die Maske in Vergangenheit und Gegenwart
Heute begegnen uns Masken in erster Linie im Karneval. Neuerdings kommt aber auch Halloween als weiterer Anlass sich zu kostümieren hinzu. Die Maske tritt uns also als Verkleidung bei ausgelassenen Feiern entgegen. In der Vergangenheit war das jedoch nicht immer so. Die Ursprünge der Maskierung liegen auf einem anderen Felde. In manchen Gegenden der Erde leben diese frühen Wurzeln der Verkleidung auch heute noch fort.
Ursprünglich wurde die Maske zu kultischen und rituellen Zwecken eingesetzt. Bereits auf Höhlenmalereien sind Menschen zu sehen, die Masken tragen. Diese frühen Gemälde stellten vermutlich Schamanen oder Zauberer dar. Aber auch noch heute wird bei Naturvölkern die Maske von Magiern und Schamanen getragen. Dort ist es oft nur einem festgelegten Personenkreis erlaubt, Masken zu tragen. Die von den Angehörigen der Naturvölker verwendeten Masken stellen oft Geister, Ungeheuer oder mythologische Gestalten dar, deren Rolle der Träger der Maske einnehmen will.
In Afrika wird zu einem in der Regel aus Holz gefertigtem Kopfteil immer auch ein zugehöriges Gewand getragen. Zu Fruchtbarkeitstänzen etwa werden bei den Stämmen Afrikas oft Masken getragen.
Die Indianer Südamerikas fertigen ihre Masken oft aus Rohrgeflecht und Baumrinde.
In Nordamerika sind die Masken jedoch in der Regel aus Holz. Sie erinnern an die von Totempfählen bekannten stilisierten Gesichtsdarstellungen.
Auch in Asien werden noch heute bei kultischen Tänzen oft Masken getragen. Sie sind manchmal aus Holz, oft jedoch aus Pappmachẻ gefertigt. Oft stellen sie Götter und Dämonen dar.
Eine weitere Form der Maske ist die Totenmaske. Totenmasken wurden jedoch nicht getragen. Sie wurden vielmehr hergestellt, um die Toten in visueller Form besser in Erinnerung zu behalten.
Florian Mayer
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