Eines Morgens in der Stadt…
Vor ein paar Wochen bin ich morgens in die Stadt gefahren, um ein bisschen shoppen zu gehen. Manchmal hab ich solche Tage, an denen ich etwas träumerisch unterwegs bin und die Menschen, die an mir vorbeilaufen, genau mustere und beobachte. Da ist mir erst mal aufgefallen, wie viele Jungendliche unter der Woche MORGENS (!) im Einkaufszentrum herumlungern. Die Mädels – ein einziger Strassstein und die Jungs – naja, wie die tollen HipHop-Menschen halt eben so rumlaufen.
Jeder ein Handy in der Handy, mit denen Sie die neusten "News" tauschen, SMS Sprüche wie: "Deine Mudda is so fett, dass…!" verschicken oder Klingeltöne so laut abspielen, als wären Sie in der Disco. Tja, wenn man noch so klein ist, dass man in eine Disco nicht reinkommt, dann muss man sich halt die Disco selbst schaffen.
Aber was haben die Jungendlichen überhaupt um diese Tageszeit dort zu suchen? Wenn man das so sieht, braucht man sich nicht wundern, dass die Hälfte der Jungendlichen als Hartz4-Empfänger endet. Aber wahrscheinlich verlieren die Kids auch langsam die Motivation. Denn meistens sieht es doch so aus, dass sie das Leben als Arbeitsloser doch schon von den Eltern vorgelebt bekommen. Sogar die Menschen die studiert haben, bekommen in der heutigen Zeit keine Jobs mehr, weil die Arbeitssituation in Deutschland einfach nicht besser wird. Also, was für ein Ziel sollen diese Kinder noch haben, wenn sie gar nicht wissen, ob sich der Wunsch, einmal in Ihrem Traumberuf arbeiten zu können, wirklich erfüllt?
Melanie Stein
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