Glasherstellung und seine Veredelung
Der Herstellung von Gebrauchsglas, z. B. in Form von Flaschen, liegt oftmals das Recycling zu Grunde. Ein positiver Effekt von Glas ist seine Widerverwertbarkeit. Die Scherben werden beim Recycling zunächst nach der Farbe sortiert. Das Einschmelzen wird durch die Schmelzwanne erleichtert. Das flüssige Glas wird dann zu Tropfen geschnitten und zu Hohlkörpern geformt. Danach geht es zum Abkühlen in den Kühlofen. Nach der Kühlung werden die gefertigten Flaschen auf eventuelle Makel geprüft und für die Kunden fachgerecht verpackt. Glas ist vielseitig einsetzbar. Wir finden es in Form von Flachglas in Fenstern, als Trinkglas, als Bild oder auch als Glasfaser zur Weiterleitung von infrarotem Licht.
Glas kann durch die verschiedensten Arbeitsschritte veredelt werden. Dazu zählen z. B. Ätzung, Beizen, Eglomisieren, Irisieren und Sandstrahlen , um nur einige Veredelungsverfahren zu nennen. Bei der Ätzung wird ein Teil der Glasoberfläche durch Verätzung mit Säure abgetragen. Die Intensität der Ätzung kann durch eine unterschiedliche Einwirkzeit der Säure beeinflusst werden. Es gibt drei Arten der Ätzung:
- Blankätzen
- Mattätzen
- Tiefenätzung (vertiefte Dekore)
Die Veredelung durch das Beizen erfolgt durch das Einbrennen der Beize im Muffelofen. Es bedarf drei Einbrennvorgängen. Die Gelbbeize, um nur ein Beispiel zu nennen, besteht aus saurem Silber und Ocker. Nach dem Brennvorgang verfärbst sich die Oberfläche gelb. Beim Eglomisieren werden Glasscheiben mit schwarzer Farbe bemalt. Das gewünschte Motiv, welches erzielt werden soll, wird dabei ausgespart. Nach dem Bemalen mit der Farbe, wird das Dekor, z. B. durch Blattgold hinterlegt. Ein irisiertes Glas wird nach dem Brennvorgang in einer Kammer metallischen Dämpfen ausgesetzt. Dadurch erhält das Glas eine schillernde Oberfläche. Das Sandstrahlen bewirkt eine Anrauung der Glasoberfläche. Die Oberfläche wird rauer als bei der Ätzung.
Jeder hat Glas im Haus und umgibt sich täglich mit ihm. Glas ist in der heutigen Zeit eine Selbstverständlichkeit. Mit seinen zahlreichen Eigenschaften erleichtert es uns das Leben. Es sollte nicht als selbstverständlich angesehen werden, dass es Glas gibt. Auch hier werden sich die Rohstoffe irgendwann dem Ende entgegenstrecken.
Franziska Ballin
support [ at ] supporthelp [ dot ] de
