Günstig eine Hausnummer kaufen
Das Neugebaute Haus fertig, aber woran erkennen der Postbote, Lieferanten und Freunde mein Domizil - höchstwahrscheinlich an der Hausnummer.
Die Hausnummer als solche wird in Deutschland amtlich festgelegt. Dabei wird vorrangig auf zwei verschiedene Hausnummernsysteme zurückgegriffen: erstens die Orientierungsnummern, dabei umfasst die rechte Straßenseite die geraden Zahlen und die Linke die ungeraden Zahlen. Davon abweichend kommt beispielsweise in Berlin und Sachsen-Anhalt das Konskriptionsnummernsystem zur Anwendung, wobei auf der einen Straßenseite die Nummern mit eins beginnend fortlaufend vergeben werden und auf der anderen Seite in derselben Manier weiter gezählt wird.
Die amtliche Praxis der Vergabe von Hausnummern stammt aus dem 18. Jahrhundert. In anderen Nationen gibt es abweichende Regelungen, z.B. werden in Kanada und den USA die Häuser oft nach ihrem Abstand zum Straßenanfang nummeriert. In kleineren Orten wurden die Häuser einer Stadt wie im napoleonischen Zeitalter unabhängig von der Straße, ihrer Entstehung nach abgezählt. Die ersten Registraturen dieser Art waren einfach mit Farbe an das Haus geschrieben.
Dementsprechend sind Hausnummern an sich nicht käuflich, anders hingegen sieht es mit Hausnummernschildern aus. Von Jugendstilnummern, über ganz normale Varianten bis hin zu modernen Objekten ist heutzutage alles zu haben.
Die Entscheidung für ein Hausnummernschild hängt sicher von verschiedenen Faktoren ab. Zuerst einmal steht die ästhetische Frage, d.h. was für ein Schild passt zu meinem Haus oder gibt es Auflagen des Denkmalschutzes. An zweiter Stelle kann die Suche nach dem passenden Material stehen. Die Angebote der verschiedenen Hersteller bieten eigentlich für jeden Geschmack etwas, von Emailleschildern bis hin zu einfachen Ausführungen aus Plastik. Wie bei vielen Gebrauchsgütern hängt die Entscheidung letztlich sicher entscheidend vom Preis ab.
Mark Breuer
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