Der SMS-Boom
Als Anfang der 90er Jahre die erste SMS verschickt wurde, ahnte niemand welch Siegeszug die unscheinbaren Kurznachrichten in den nächsten Jahren nehmen sollten. Am Anfang als Abfallprodukt belächelt, wurden die Kurznachrichten schon bald sehr beliebt, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Schon bald entwickelte sich der Versand der Kurznachrichten zum Ertragsbringer Nummer 1 der Mobilfunkprovider. Während am Anfang der Versand der Kurznachrichten nur zwischen Mobiltelefonen möglich war, kann man inzwischen auch mit Festnetztelefonen SMS senden und empfangen.
Fünf Jahre nach dem Versand der ersten Kurznachricht breitete sich ab 1997 auch der SMS-Versand über das Internet aus. Seitdem hat die Anzahl der Anbieter so genannter Free SMS beträchtlich zugenommen. Grund dafür sind auch die vergleichsweise hohen Preise für den SMS-Versand via Handy, die zwischen 11 und 19 Cent je Nachricht liegen.
Wie groß der SMS-Markt ist belegt eine einzige Zahl. Im Jahre 2005 wurden in Deutschland über 5 Milliarden Kurznachrichten verschickt. Ein Ende dieses Booms ist nicht abzusehen, denn mit der steigenden Zahl der Handys und Simkarten steigt auch die Zahl der verschickten SMS.
Gerade Vielsimser kennen aber auch die Kehrseite des ganzen: die Kosten. Und genau an dieser Stelle setzen die Anbieter an, die kostenlose SMS über das Internet anbieten. Die Zahl der Anbieter wächst wöchentlich, doch es gibt wichtige Unterschiede, die man kennen sollte.
Einige Anbieter verlangen vorab eine kostenlose Registrierung, um den Dienst in Anspruch nehmen zu können, bei anderen Anbietern ist dies nicht erforderlich. Auch die Anzahl der zur Verfügung stehenden Zeichen ist unterschiedlich, nur ein Teil der Anbieter bietet die üblichen 160 Zeichen kostenfrei an. Gerade Anbieter, die das Zeichenkontingent je SMS einschränken, nutzen dies häufig um Eigenwerbung für ihren Dienst mitzuschicken.
Aufpassen sollte man allerdings genau, welchen Dienst man nutzt, denn auch der eine oder andere unseriöse Anbieter tummelt sich auf diesem Markt. Mit 100 oder mehr kostenfreien SMS wird da geworben und weitestgehend verheimlicht, dass man damit auch ein teures Jahres- oder Zweijahresabo abschließt. Also Augen auf, damit der Spaß beim simsen nicht verdorben wird.
Torsten Maue
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