Das Produkt Heizöl


Soll das Endprodukt einmal Heizöl sein – unabhängig von der Sorte – so steht am Anfang Rohöl. Dies Rohöl wird durch Bohrungen im Meer, aber auch auf dem Land, aus der Erde gewonnen. Damit dieses Rohöl einmal zu Heizöl verarbeitet werden kann, muss dieses erstmal in seine verschiedenen Bestandteile zerlegt werden. Dies geschieht in einer Raffinerie, genauer gesagt in einer Erdölraffinerie.

Um diesen Prozess nicht nur durchzuführen, sondern auch zu kontrollieren, wird das Rohöl erstmal auf ungefähr 400 °C erhitzt und dann durch große Destillatstürme geleitet. Dabei entstehen nicht nur flüssige, sondern auch Gasförmige und feste Bestandteile. Heizöl hat in diesem Prozess einen recht hohen Siedepunkt und ist bei der Destillation besonders schwer zu kontrollieren. Bei der Destillation entsteht eine ganze menge Schweröl, zu viel. Die Nachfrage nach Heizölprodukten ist sehr viel größer und so wird mit dem chemischen Verfahren des Crackens eine größere Menge an Heizöl produziert.

Nach dieser Destillation kann das Heizöl im Grunde schon in Heizungen verheizt werden. Durch wenige Zusatzstoffe kann das Heizöl zwar noch veredelt werden, doch Biogemische dürfen beispielsweise nicht beigemischt werden. Dies bestimmt, wie fast alles in Deutschland – eine DIN-Norm. In Deutschland ist es üblich, dass das Heizöl über viele kleine, aber auch größere, Händler ausgefahren wird. Die Marge dabei ist allerdings so klein, dass für den Händler kaum ein Handlungsspielraum gegeben ist. Ganz egal, ob das Heizöl für München, Berlin oder Hamburg bestimmt ist. Der Weltmarkt bestimmt den Heizölpreis.

Constantin Rehberg
cr [ at ] esyoil [ dot ] com

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