Spam-Museum ist online
Mit dem Spam-Museum haben die Betreiber von ganz-schlau.de ihr zweites Internetprojekt an den Start gebracht. Das Spam-Museum ist ein humorvoller Ansatz mit dem Phänomen Spam in Zukunft etwas lockerer umzugehen. Die beiden Initiatoren haben beschlossen die Versender von junk mails von nun als Lieferanten zu betrachten.
Friedrich K. und Klaus-Martin M. stellen nämlich die Mails, die sie von dubiosen Versendern aus aller Welt bekommen einfach online und "rächen" sich mit hämischen Kommentaren für die Belästigungen im elektronischen Briefkasten. Dabei achten sie darauf, dass die überflüssigen Werbebotschaften fein säuberlich in Kategorien einsortiert werden, damit das ganze Projekt tatsächlich den Charakter eines Museums bekommt. Sollte eines Tages Spam einmal der Vergangenheit angehören, dann wird das kleine virtuelle Spam-Museum den Historikern sicher gute Dienste erweisen. Zudem werden dann die Eltern ihren Kindern eindrucksvoll beweisen können, dass man am Anfang des 21. Jahrhunderts mehrere Stunden im Jahr mit nichts als dem Löschen von sinnlosen Emails verschwendet hat.
Die Betreiber sind nach nur 14 Tagen sehr überrascht, wie viel Besucher über Suchmaschinen in das Spam-Museum kommen. Viele Internetsurfer scheinen, bevor sie einer Email Glauben schenken, erst einmal via google zu überprüfen, ob eine Mail seriös oder einfach nur überflüssig ist. So gesehen erfüllt das Spam-Museum auch eine wichtige soziale Funktion.
Klaus-Martin Meyer
majordomus [at] t-online [dot] de
