Webdesign für wenig Geld – lohnt es sich?
Laut der Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung sind 57 % der Deutschen online (Stand des Berichtes: 30.11.2006). Knapp zwei Drittel davon schon über 3 Jahre. Sollten Sie ein Unternehmen betreiben, dass noch keinen Auftritt im Internet vorweist, sollten Sie vielleicht schleunigst auf diesen Zug aufspringen.
Dass das Webdesign einfach zu sein scheint, wird über die vielen Quellen und Tutorials, die es dazu in den Weiten des WWW gibt, vermittelt. Allerdings sollte ein kommerzieller Auftritt eine gewisse Professionalität aufweisen. Die Seitenerstellung übernimmt zwar oftmals auch gerne der nette Nachbarsjunge für einen Bruchteil des Geldes, das Sie ansonsten an eine Webdesign-Agentur bezahlen müssten, doch lohnt sich das wirklich?
Beim Entwurf eines professionellen, kommerziellen Internet-Auftritts sind schon auf der grafischen Ebene Fragen zu beantworten wie: Was will der Seiteneigentümer mit der Homepage ausdrücken? Was soll kommuniziert werden? Welche Zielgruppe will er ansprechen? Aus diesen Fragen resultiert dann das Design, dass der Grafiker entwirft.
Bei der Umsetzung des fertigen Entwurfes in HTML oder besser XHTML sind auch gewisse Regeln dieser Sprache einzuhalten, die oftmals missachtet werden. Ein bewusster oder fahrlässiger Einbau von Fehlern in den Quelltext hat zur Folge, dass die Seite zwar beispielsweise von der aktuellen Version des Internet Explorers korrekt angezeigt wird, sie aber auf anderen Browsern Probleme bereitet. Dies kann sich durch Fehler in der Darstellung auswirken – es kann aber auch die so genannten Suchmaschinen-Bots (auch „Robot“ oder „Spider“ genannt) daran hindern, Ihre Seite korrekt zu indexieren. Das sorgt natürlich für einen viel geringeren Besucherstrom von den Suchmaschinen und macht, im schlimmsten Falle, Ihre Seite schlechter Wartbar.
Ein anderer Aspekt ist eine eCommerce-Lösung (zum Beispiel ein Shop). Wenn Sie sich hierfür entscheiden, dann sollte diese ebenso wie das Webdesign professionell umgesetzt werden. Schlampige Programmierung und die daraus resultierenden Schwachstellen machen Ihr System im schlimmsten Falle von außen angreifbar. Neben den weiteren Kosten, die Ihnen für die „Aufräumarbeiten“ auf dem Webserver nach einem potentiellen Hacker-Angriff entstehen, könnten Sie noch haftbar gemacht werden für weitere Schäden, die auf Ihrem oder einem anderen Server durch die Schwachstelle angerichtet wurden.
Als Fazit bleibt, dass professionelles Webdesign auf jeden Fall sein Geld wert ist.
Winfried Strauss
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