Béla Bartóks „Konzert für Orchester“
Finanziert von der Koussewitzkystiftung schrieb Bartók während seines Kuraufenthaltens in Saranac Lake das „Concerto“, Koussewitzky war von dem Ergebnis begeistert. Das „Concerto“ (Konzert für Orchester) ist in fünf Sätze eingeteilt: das „Introduzione“ (patriotische Beschreibung Ungarns schöner Landschaft), „Giuoco delle Coppie“ (Feiertag mit Tanz – der Satz beinhaltet das Parallelspiel in unterschiedlichen Intervallabständen, was als originellster Teil des Stückes angesehen wird), „Elegia“ (Finsternis heraufbeschwörendes Klagelied), „Intermezzo Interrotto“ (hohnlächterndes Orchester stört eine ruhige Serenade – der Satz hat drei Interpretationsansätze: 1.:Verliebtenserenade, die von betrunkener Meute gestört wird, 2.: Ein klassisches Stück, über welches Bartók sich mit hohnlächterndem Orchester lustig macht, 3.:Die Schönheit Ungarns wird vom Weltkrieg gestört), und „Finale“ (Ausdruck der Lebensfreude und euphorische Freiheit).
Dieses Stück schildert Bartóks Heimat durch die an Volkslieder erinnernden Untermalungen auf eine besonders schöne Weise, die wohl nur deshalb möglich ist, weil Bartók sich im Ausland aufhielt, was die Perspektive zur Heimat immer verändert und besonders im letzten Jahrhundert zu vielen musikalischen und literarischen Kunstwerken über die Heimat inspiriert. Auch hat wohl die Liebe zur Volksmusik seine Heimatliebe vergrößert – denn diese Volksmusik hat ebenfalls einen nicht unbeträchtlichen Teil zum „Konzert für Orchester“ beigetragen.
Jesko Habert
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