Buddhistische Symbole


Im Buddhismus gibt es viele Symbole: Im Folgenden werde ich einige erklären. Ein bedeutendes Symbol ist der Thangka. Der Thangka ist ein bemaltes oder besticktes buddhistisches (religiöses) Bild. Auf Tibetisch heißt „Than“ übersetzt „eben“ und das Suffix „ka“ steht für „Malerei“. Der Thangka ist somit eine Art Malerei, die auf ebenen Untergrund gemalt wird, die aber auch wieder zusammengerollt werden kann, wenn sie nicht zu Ausstellungszwecken benötigt wird. Aus diesem Grund wird der Thangka auch Rollbild genannt. Seine Form ist gewöhnlich hochkantig und rechteckig. Er wird entweder in einem buddhistischen Kloster oder an einem Familienaltar aufgehängt und von Lamas (Buddhistische Priester) in zeremoniellen Prozessionen getragen wird. Zu den acht Glückssymbolen gehören der Schirm, die goldene Fische, die Vase, der Lotos, das Muschelhorn, der endlose Knoten, die Standarte und das Rad.

Der Schirm soll den Seidenbaldachin über dem Kopf des Buddhas darstellen, der den schädlichen Einfluss abhält. Er versinnbildlicht die geistige Macht im bejahenden Sinn. Der Schirm ist ein indisches Symbol für Sicherheit und monarchische Würde. Der Schatten symbolisiert Schutz vor der Hitze der Leidenschaften, Krankheiten und Leidensdruck. Natürlich ist er gerade in wärmeren Ländern ein Schutz vor der Sonne.

Die goldenen Fische auf dem Lotosthron sind ein Sinnbild für die Befreiung des Geistes aus dem Meer des Samsara, dem Kreislauf der Wiedergeburten. Außerdem sind die Fische auch Symbol für Fruchtbarkeit, Glück und Reichtum. Die Schatzvase steht symbolisch für ein langes Leben und Wohlstand. Daneben symbolisiert sie geistige und materielle Wunscherfüllung. Sie enthält die spirituellen Schätze der Erleuchtung. ein langes Leben und Wohlstand. Die Reinheit des Geistes wird durch die Lotosblume symbolisiert. Der geöffnete Lotos steht für das Sinnbild der Reinheit des Entstehens. Das Muschelhorn steht für den Ruhm der Doktrin Buddhas, der sich wie der Verlautbarkeit des Muschelhorns in alle Richtungen ausbreitet. Daneben versinnbildlicht es Macht und Unabhängigkeit.

Der ewige Knoten spiegelt die Unendlichkeit der Erkenntnis Buddhas wieder. Des Weiteren repräsentiert er Beständigkeit bei weltlichen Dingen, wie z.B. Freundschaft oder Liebe. Die Standarte steht in erster Linie für den Sieg Buddhas über die Ignoranz. Weiterhin steht sie für Erfolg und die Beseitigung aller Hindernisse. Das Rad der Lehre: die Nabe des Rades steht für die ethische Disziplin, durch die der Geist gestützt und gefestigt wird. Die acht Speichen stehen für den achtfachen Pfad und die Anwendung der Weisheit hinsichtlich der Wahrheit, mit der die Unwissenheit überwunden wird. Die Felge versinnbildlicht die Konzentration, deren Praxis die Ausübung der Lehre zusammenhält.

Dorothé Heermann
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