Eigene Werke sichern
Gerade in der heutigen Zeit in der Internet-Promotion für Musikschaffende immer wichtiger wird, ist es essenziell, dass man die eigenen Werke – insbesondere musikalischer Art – sichert und vor einem Ideenklau schützt. Hier geht es bei einem eventuellem Gerichtsprozess in erster Linie darum, nachweisen zu können, dass das eigene Werk früher existiert hat als das des Gegners. Die effektivste und rechtlich sicherste Möglichkeit besteht darin das Werk bei einem Notar zu hinterlegen.
Ein weiterer recht sicherer Indiz ist ein GEMA-Eintrag des Liedes. Wohlgemerkt: das Anmelden eines Stückes bei der GEMA ist selber noch kein Schutz vor urheberrechtlichen Problemen sondern stellt lediglich einen potenziellen Indiz für die zeitliche Einordnung dar.
Da das Hinterlegen beim Notar mitunter eine recht teure Angelegenheit werden kann und auch nicht jeder Musiker Mitglied in der GEMA ist (oder sein will), gibt es hier eine sehr einfache und unter Musikern recht verbreitete Alternative: Man sammelt alles Material das man zu einem Song finden kann - also nicht nur eine Audio-CD sondern auch Noten in Papierform, Leadsheets oder eventuelle Arrangements aus der Sequenzersoftware.
Das ganze steckt man dann in einen wattierten Umschlag und versiegelt diesen derart, dass ein Öffnen des Umschlages ohne sichtbare Folgen nicht möglich ist. Das kann zum Beispiel mit reichlich Klebeband geschehen, oder auch klassisch mit Siegellack und einem einfachem Siegel, welches gewissen Unikatscharakter hat (zum Beispiel einen verzierten Metall-Knopf von einer Jacke). Diesen Umschlag schickt man dann per Einschreiben mit Rückschein an sich selber. Damit hat man dann einen amtlichen Nachweis mit genauem Datum, der vor Gericht in aller Regel als ausreichender Beweis akzeptiert wird. Wichtig ist allerdings, dass der Umschlag ungeöffnet – also versiegelt – bleibt. Eventuelle Mitbewohner sollten also ausreichend informiert werden. Nicht, dass irgendjemand den Umschlag vor lauter Neugierde dann doch irgendwann öffnet.
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Dave Remmel
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