Klöster in Europa


Die Geschichte der europäischen Klöster beginnt im Mittelalter. Das war die Zeit, in dem die Macht von weltlichen und kirchlichen Herrschen oftmals in einer Hand vereint war. Die Lehensherren gaben Ländereien an die Kirche, die diese wiederum an die Orden weitergab.

Klöster hatten deshalb nicht nur eine religiöse Zielsetzung. Neben dem Dienst für Gott waren sie Handwerkszentren und Bildungszentren. Es gab Klosterschulen und Klosterbetriebe. Das war mit ein Grund, warum Klöster auch gut für die Missionierung geeignet waren: die Menschen, die im Umkreis eines Klosters lebten, waren auf seine Dienste angewiesen.

Christlicher Klöster werden auch Abteien genannt, wenn ihnen ein Mönch als Abt oder eine Nonne als Abtissin vorsteht. Ist ein Kloster lediglich eine "Nebenstelle" eines anderen Klosters, so steht ihm lediglich ein Prior vor. Die meisten westlichen Klöster richten sich nach der Regel des heiligen Benedict. Das bedeutet, dass die Mönche oder Nonnen ihr Leben im Gebet, in Armut und für die Nächsten verbringen.

Die meisten der christlichen Klöster sind römisch-katholisch. Es gibt aber auch evangelische oder ökumenische Klöster. Das bekannteste ökumenische Kloster ist sicherlich das in Frankreich liegende Kloster von Taizé. Die ökumenische Communauté de Taizé ist bekannt und berühmt geworden durch ihre internationalen Jugendtreffen, die jedes Jahr und an verschiedenen Orten Europas stattfinden.

Ingo Kosiak
info [ at ] kloster-aktuell [ dot ] de

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