Malen in Öl für Anfänger
Vielen Menschen, die künstlerisch begabt sind und sich einmal an einem Ölgemälde versuchen möchten, dies aber bisher nicht gewagt haben, wegen der vermeintlich komplizierten Bespannung einer Leinwand, sei gesagt, das sich das mit dem bespannen der Leinwand in Wirklichkeit gar nicht so wahnsinnig kompliziert ist, wie es sich zunächst anhört. Die Leinwand ist zunächst einmal ein ganz gewöhnliches Gewebe aus Leinen, was sich besonders für die Ölmalerei eignet, da das Leinen sehr saugfähig ist. Ölfarbe wiederrum hat den Ruf besonders dick und „ölig“ zu sein, deshalb muss sie grundsätzlich mit Wasser verdünnt werden.
Damit das Ganze nun zügig trocknet und nicht durch das Papier „hindurch – suppt“, muss zwingend eine Leinwand verwendet werden. Im gut sortierten Bastelladen gibt es bestimmt ein günstiges Komplett Set, dem auch noch eine ausführliche Aufbau beziehungsweise Bespannungsanleitung beiliegt. Für das malen mit Öl und Acrylfarben sind neben der Verdünnung der Farben und dem selber anmischen auch noch einige weitere Sachen zu beachten. Hier hilft ein Buch welches einem die Grundlagen der Malerei erklärt, aus der städtischen Bücherei. Die Lektüre eines solchen Buches und die Aneignung des darin enthaltenen Fachwissens empfiehlt sich von Selbst, um die schlimmsten Fehler die man mit den genannten Mal Techniken gerade als Anfänger macht, zu vermeiden. So erhält man durch das malen auf einer Leinwand in der Regel einen Textureffekt. Dieser kann sehr störend sein, wenn man sich aber von Anfang an auf diesen Effekt vorbereitet, kann man ihn bestenfalls als Gestaltungsmittel einsetzen, oder alternativ auch versuchen komplett weg zu kaschieren. Auch der Kontakt mit einem befreundeten Hobby Malern kann eine sehr hilfreiche und kompetente Quelle an guten Tipps und Ratschlägen sein. Man wird aber zunächst auch einige Fehler selbst machen müssen, denn aus Fehlern lernt man bekanntlich...
Wer sich nicht allzu ungeschickt anstellt, dürfte das aufbauen der Leinwand eigentlich auf Anhieb selbst hinkriegen. Früher bestand eine Leinwand übrigens, wie der Name schon vermuten lässt, aus Leinen oder aus Hanf, heute wird zunehmend auf Baumwolle gesetzt, es eignen sich aber sogar synthetische Stoffe für die Malerei. Neben Ölfarben eignet sich die Leinwand auch für das bemalen mit dicken Acrylfarben. Das bespannen läuft folgendermaßen: Man spannt den Stoff diagonal über Kreuz auf den Holzrahmen, das heißt man beginnt zum Beispiel links oben und bespannt dann die gegenüber liegende Ecke, also rechts unten. Das wiederholt man dann mit den noch verbliebenen Ecken, es ist relativ wichtig sorgfältig beim bespannen der Leinwand vorzugehen, den Fehler die hier gemacht werden, rächen sich unter Umständen erst später, im schlimmsten Fall verzieht sich das Bild dann, oder reißt, wenn es fertiggestellt und schon fast trocken ist.
Es ist bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen, doch wer weiß, vielleicht entwickeln der geneigte Leser einen ganz eigenen Stil der sich schon bald für gutes Geld in aller Welt verkauft. Zugegeben das ist relativ unwahrscheinlich, dies sollte auch keine Motivation sein mit dem malen anzufangen, aber ein schönes Hobby ist es allemal.
Marc Stricker
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