Zauberei – die schwebende Jungfrau
Die schwebende Jungfrau ist eine Illusion der Zauberer, bei der, meist die Assistentin des Zauberkünstlers, scheinbar frei und ohne Verbindung, vom Boden in die Luft schwebt. Es ist zusammen mit der zersägten Jungfrau, das bekannteste Zauberkunststück, dass Zauberer in aller Welt vorführen.
Der Überhaupt erste schwebende Mensch, von dem in der Zauberliteratur die Rede ist, ist der aus Indien stammende Magier Shesal in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gewesen. Es war eine Self-Levitation Illusion, das heißt, er schwebte selbst in die Luft. Er war allerdings nicht ganz freischwebend, denn seine Hand ruhte locker seitlich an einem Gegenstand, wobei es unmöglich erschien, als dass er sich an diesem festhalten könnte. Danach folgten weitere Zauberkünstler, die sich der gleichen Technik bedienten um den Effekt zu verwirklichen.
Die erste wirkliche Neuerung geht auf einen Engländer zurück, der die erste Frei-Schwebe erfand. Hierbei war keine sichtbare Verbindung mehr zwischen der schwebenden Person und dem Boden oder sonst einem Gegenstand erkennbar.
In den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts war es der Engländer Nevil Maskelyne der durch das Umführen eines Ringes um die schwebende Assistentin bewies, dass keine Verbindung irgendwo hin bestehen kann, wodurch das Kunststück noch einmal stark verbessert wurde.
Fast das ganze 20. Jahrhundert hindurch wurde dieser Effekt dann immer wieder in verschiedenen Varianten vorgeführt, immer mal wieder leicht verbessert und mit anderen Illusionen kombiniert. Hierbei war es vor allem ein Effekt, bei dem Über die schwebende Person ein Tuch gelegt wurde, und die schwebende Person, als das Tuch wieder weggezogen wurde, verschwunden war. Diesen Effekt zeigt auch der Magier aus Stuttgart, Topas in seiner Abendfüllenden Zaubershow. In den 90ger Jahren war es dann der Amerikaner David Copperfield, der mit seiner „Flying“ Illusion, nicht mehr senkrecht von unten nach oben schwebte, sondern vielmehr die Illusion entstand, er könne wirklich fliegen. Man kann gespannt sein, denn es scheint so, als könne man diese Illusion nicht mehr verbessern, doch meistens lassen sich die Magier immer wieder neue Effekte einfallen – wir wollen es hoffen.
Michael Seifert
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