Friedrich Schiller
Friedrich Schiller ist neben Wolfgang von Goethe einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller. Er war ein Autor der deutschen Klassik, seine Werke sind weltweit bekannt.
Friedrich Schiller wurde am 10. November 1759 in Marbach am Neckar geboren. Er war der Sohn eines Offiziers und musste daher auf herzoglichen Befehl im Jahr 1773 die Militärakademie Hohe Karlsschule in Stuttgart besuchen. Er begann sein Studium mit den Rechtswissenschaften, siedelte jedoch nach ein paar Jahren zur Medizin um. In dieser Zeit beschäftigte er sich sehr mit verschiedenen dichterischen Werken aus der Zeit des Sturms und Drang. Bereits 1776 erschien sein erstes gedrucktes Gedicht "Der Abend". Im gleichen Jahr begann er die Arbeiten am Theaterstück "Die Räuber".
Im Jahr 1780 konnte er die Militärakademie als Militärarzt verlassen. Das Theaterstück "Die Räuber" wurde am 13. Januar 1782 im Mannheimer Theater uraufgeführt und dies mit sehr großem Erfolg. Vor allem das jugendliche Publikum war begeistert. Anders jedoch der Herzog Karl Eugen, der Schiller daraufhin in den Kerker werfen ließ. Er floh daraufhin aus Stuttgart, um in verschiedenen deutschen Städten zu wirken.
In Bauerbach in Thüringen konnte er etwas Ruhe finden und fertigte dort seine Romane "Kabale und Liebe" und "Don Carlos". Diese wurden nach seiner Rückkehr in Mannheim uraufgeführt. Obwohl auch diese Stücke große Erfolge wurden, wurde sein Vertrag mit dem dortigen Theater nicht erneuert. Schiller verschuldete sich hoch. Hieraus konnte ihm Christian Gottfried Körner helfen, mit der eine Freundschaft schloss.
Im Sommer 1785 konnte Schiller in einem Dorf nahe Leipzig die "Ode an die Freundschaft" fertig stellen.
Nachdem Schiller einige Jahre der finanziellen Unsicherheiten hinter sich gebracht hatte, erhielt er 1789 eine Professur in Jena, die mit einer Anstellung als Historiker verbunden war. Seine dortigen Vorlesungen führten dazu, dass die Hörsäle fast dem Ansturm nicht mehr standhalten konnten. Am 22. Februar 1790 heiratete Schiller Charlotte von Lengefeld, mit ihr hatte er zwei Söhne und zwei Töchter.
Nachdem nun Ruhe in das Leben von Friedrich Schiller gedrungen war, erkrankte er 1791 vermutlich an Tuberkulose; diese Krankheit begleitete ihn fortan.
In den Jahren 1796 bis 1800 brachte er die Zeitschrift "Musenalmanach" heraus, an der unter anderem auch Johann Wolfgang von Goethe mitwirkte.
Am 16. November 1802 erhielt er das Adelsdiplom und hieß von nun an Friedrich von Schiller.
Am 09. Mai 1805 starb Friedrich von Schiller vermutlich an Tuberkulose.
Walter Edoth
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