Die Ärzte bei den Antiken Ägyptern


Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass auch die Antiken Ägypter ihre Ärzte hatten. Sie waren keine Heiligen und keine Götter, sondern für die damaligen Verhältnisse richtige Ärzte, die durchaus auch Operationen durchführten. Ein Beweis dafür lag in Schriftrollen lange Zeit in der Großen Bibliothek in Alexandria. Dort wurden Forschungen von Gelehrten betrieben und an die Nachkömmlinge weitergegeben. Es wurde in viele Richtungen gelehrt, eine davon war die Medizin.

Ausgrabungen brachten medizinische Instrumente ans Tageslicht, unter anderem Skalpelle und Bohrer. Schon vor 4000 Jahren waren die Ärzte in der Lage, einen Eingriff am Kopf vorzunehmen. Ursprünglich war nur bekannt, dass bei Totenbestattungen unter anderem das Gehirn entfernt wurde. Mittlerweile sind sich die Wissenschaftler und Archäologen darin einig, dass Operationen am Kopf, hervorragende Versorgung von Wunden am ganzen Körper bis hin zu Amputationen von Gliedmaßen und Behandlungen seelischer Krankheiten vorgenommen wurden.

Dabei war nicht immer nur medizinisches Gerät notwendig. Viele Krankheiten wurden von den Ärzten untersucht und mit Kräutern behandelt. Man stelle sich vor, dass zu diesem Zweck mehr als 15.000 verschiedene Kräuter zur Verfügung standen. Das Wissen um die Kräuter und ihre Heilkraft wurde von den Ärzten im Antiken Ägypten bestens gehütet und war für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Zwar schrieb man alle Rezepturen in Schriftrollen nieder und lagerte sie in der Großen Bibliothek in Alexandria, doch durch den Brand wurden diese mit Ausnahme einer einzigen alle vernichtet.

Diese eine Schriftrolle mit etwa 800 Beschreibungen heilender Kräutermischungen existiert heute noch, doch ist sie medizinisch betrachtet von keinem großen Wert. Da die Ärzte im Antiken Ägypten nicht über eine so klar definierende Struktur der Flora verfügten, wie wir heute, kann man den meisten Namen keine Pflanze zuordnen. Das bedeutet, dass über 4000 Jahre altes Wissen zum großen Teil verlorenging. Was einst von Generation zu Generation weitergegeben wurde, hat mit der Zeit an Bedeutung und Wahrheit verloren, so dass die heutigen Ärzte in den meisten Fällen auf künstlich hergestellte Pharmaka zurückgreifen müssen.

Biologen, Archäologen und andere Wissenschaftler sind sich sicher, dass die Medizin heute viel weiter wäre, wüsste man heute, was die Antiken Ägypter in ihren Tempeln in Luxor und Karnak schon vor Jahrtausenden praktizierten. Und die Aufklärung, welcher genannte Pflanzenname in der Schriftrolle heute zu welcher Pflanze gehört, fällt den Biologen schwer, doch vielleicht gelingt es ja im Lauf der Jahre und weiterer Entdeckungen, dieses wertvolle Rätsel zu lösen.

Dagobert Wiedamann
dagobert [ at ] wiedamann [ dot ] de

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