Die Geschichte der Enthaarung


„Des Einen Freud’ ist des Anderen Leid.“ Ganz so krass ist es meistens nicht, doch viele der gerade jüngere „Glatzenträger“ würden sich sicher über normalen Haarwuchs freuen. Andere wiederum kämpfen mit dem Haarwuchs und suchen nach geeigneten Methoden der Haarentfernung. Haare, welche aus der Nase oder den Ohren wachsen, stören schon beim Anblick. Noch belastender ist ein übermäßiges Haarwachstum. Hier ist eine dauerhafte Haarentfernung angebracht.

Packen wir das Übel an der Wurzel. Haare wachsen nicht einfach aus unserer Haut heraus. Sie bilden sich in bestimmten Wachstumszyklen aus der Haarwurzel – dem Follikel. Die dauerhafte Haarentfernung basiert auf dem Killen dieser Wurzel. Dazu haben sich bisher drei Grundmethoden entwickelt:

1. Die mechanische Entfernung wird Epilation genannt. Sie kann mit einer Pinzette erfolgen, das Haar wird mit der Wurzel herausgerissen. Genauso mechanisch funktionieren alle Anwendungen mit erwärmtem Wachs. Das haben schon die Menschen in der Antike so gemacht. Als Nebenwirkung bei dieser Form der Haarentfernung - es tut etwas weh. Und selbst kann man es nicht an allen Körperpartien machen.

2. Der Haarwurzel kann mit chemischen Mitteln die Haarbildung untersagt werden. Salben und Cremes gibt es in verschiedenen Rezepturen zur Haarentfernung. Sie werden einfach aufgetragen und können als Nebenwirkungen Hautrötungen oder auch allergische Reaktionen hervorrufen. Hier sei die Parallele zu Allergien gegenüber Färbemittel bei Friseuren bemerkt.

3. Eine weitere Methode zur dauerhaften Haarentfernung beruht auf der Überhitzung der Haarwurzel. Laserbehandlungen sind durchaus gut zur Haarentfernung geeignet, Nebenwirkungen können Verkrustungen oder Pigmentveränderungen sein. Neuerdings werden schmerzlose Haarentfernungen mittels Xenon-Licht angeboten, die nicht diese Nebenwirkungen aufweisen. Um nur die Wurzel thermisch zu „erreichen“ ist ein Kontrast zum umliegenden Gewebe notwendig. Methoden mit Licht auf Basis des Melaningehaltes des Haares gehen nicht bei weißem, ganz blondem oder rotem Haar.

4. Bei der Nadelepilation wird eine dünne Nadel in die Haarwurzel eingeführt und diese erhält einen elektrischen Schock. Diese Methode dauert sehr lange und kann schmerzhaft sein.

Wenn die Haare nur vorübergehend entfernt werden sollen, oder aus bestimmten Gründen o.g. Methoden nicht angewandt werden können, dann greifen Sie zu der gut bewährten Rasur. In jedem gut sortiertem Supermarkt sind für jedes Geschlecht sogar spezifizierte Geräte vorrätig – manche sollen mit Überschall funktionieren – bis Mach 4 geht alles!

Axel Müller
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