Jojoba – Die Heilpflanze aus der Wüste


Die Jojoba-Samen oder Nüsse werden von einem bis zu vier Meter hohen immergrünen Strauch, der in der Wüste der USA und in Mexiko wächst, geerntet. Der Jojobastrauch besitzt bis zu sechs Meter tiefe Pfahlwurzeln, die tief in den Boden eindringen können. Seine Bedeutung liegt im Schutz der Natur vor Bodenerosion und der Schaffung eines günstigen Klimas im Bereich der bodennahen Luftschichten (Mikroklima).

Unter Zimmertemperatur und bei einem Gehalt von etwa 50 %, wird das in den Samen enthaltende flüssige Wachs gewonnen. Das Wachs, fälschlicherweise auch Jojobaöl genannt, wird bei Temperaturen unter 8 Grad Celsius fest. Es verflüssigt sich wieder, sobald diese Temperatur überschritten wird. Das Jojobaöl wird deshalb auch flüssiges Wachs genannt. Schon von den Indianern wurden die Samen als Heilmittel verarbeitet und für entzündete Augen, einen entzündeten Hals, Hauterkrankungen und zur Haarpflege verwendet.

Pflanzenbeschreibung und Geschichte
Die Heimat des immergrünen Jojoba-Busches, der in Symbiose mit Kakteen wächst, ist die riesige Sonora-Wüste im Süden der USA. Im Laufe eines Jahres wächst die Frucht, der Jojoba-Samen, heran. Er besteht zur Hälfte aus Jojobaöl, welches durch Pressen aus dem Samen gewonnen wird.

Die in ihrem Ursprungsgebiet wildwachsenden Jojoba-Sträucher können 200 Jahre alt werden, sind ungiftig und trockenheitsresistent. Sie wachsen auf mageren Böden, brauchen wenig Wasser, benötigen keinen Kunstdünger oder eine andere die Umwelt belastende chemische Behandlung. Nach der Bepflanzung können innerhalb von 3 bis 5 Jahren, die ersten Samen geerntet werden.

Erste gewinnbringende Anbauversuche wurden im Jahr 1943 in den Vereinigten Staaten (USA) unternommen, als bedingt durch den Zweiten Weltkrieg natürliche Ressourcen gesucht wurden. Kommerziell wurden die Samen der Jojoba-Pflanze erst Anfang der siebziger Jahre von Wissenschaftlern amerikanischer Universitäten erforscht. Ihre Untersuchungen ergaben, dass Jojobaöl die beste Wirkung für die Haut hat, wenn es in naturreiner Form angewendet wird. Jojobaöl ist somit eines der besten biologischen Hautpflegemittel, welche die Natur je hervorgebracht hat. Es ist aber ein sehr ungewöhnliches Öl, da normalerweise die Pflanzen Glycerol und fette Säuren binden, um Öl zu produzieren. Die Pflanze verbindet aber Alkoholfette und fette Säuren für ihr Öl. Es gleicht somit einem flüssigen Wachs und kann nicht oxydieren, das heißt, es wird nicht schlecht.

Anwendungsbereiche der Jojoba-Samen

In der Kosmetik Das Jojobaöl hat eine beruhigende und entzündungshemmende Wirkung auf die vorgeschädigte Haut. Auch bei Ekzemen und Psoriasis hat es sich als Basisöl für eine Mischung mit ätherischen Ölen sehr bewährt. Jojobaöl eignet sich außerdem als natürliches Hautöl für jeden Hauttyp. Es pflegt die Haut seidenweich und nährt sie gleichzeitig mit den wichtigsten Vitaminen und Mineralien. In naturreiner Form schützt es sogar die Haut vor Sonnenbrand, mit einem Lichtschutzfaktor 4. Darüber hinaus fördert es eine lang anhaltende Sommerbräune.

Das Öl hat keinen Eigengeruch. Es kann gut als Grundlage für Parfummischungen, Gesichtsöle und Hautöle verwendet werden. Als Bade- oder Massageöl für sanfte und zärtliche Massagen weckt es sinnliche Gefühle und löst wohlbefinden aus. Während der Schwangerschaft und Stillzeit pflegt es die Haut der Frau und beugt Schwangerschaftsstreifen an Brust und Bauch vor. Nach einem warmen Bad oder einer Dusche zieht das Jojobaöl schnell und sanft ein.

In der Pharmazie
Während das Wachs der Jojoba-Samen in der Kosmetik schon länger erfolgreich eingesetzt wird, hat man jetzt herausgefunden, dass die Samen auch beim Abspecken helfen. Dabei entdeckten amerikanische Farmer zuerst die Wirkungsweise der einweißreichen Samen. Sie mischten ihren Tieren die Samen ins Futter, um diese zu mästen, aber die Tiere verloren deutlich an Gewicht. In einer anschließenden Studie des St. Luke's Roosevelt Hospital Center in New York, konnte die zufällig entdeckte Wirkungsweise der Jojoba Samen auch beim Menschen bestätigt werden. Der in den Jojoba Samen enthaltende Wirkstoff Simmondsin schwächt auf natürliche Weise den Appetit, indem die Produktion des Hormons Cholecystokinin (CCK) angeregt wird. Dadurch wird das Sättigungsgefühl verstärkt. Der Körper erhält dann das Signal, dass genügend Nahrung aufgenommen wurde und die Mahlzeit beendet werden kann. Darüber hinaus sind die Samen der Jojoba-Pflanze frei von Nebenwirkungen und chemischen Zusätzen. Die Jojoba-Samen sind als Kapseln in Apotheken erhältlich und sollten vor den Mahlzeiten eingenommen werden.

Lina Anderson
kontakt [ at ] preis-fuehrer [ dot ] de

Content is king

Contenterstellung
Sie benötigen exklusiven Con-
tent für Artikel-
verzeichnisse,
der auch die Suchmaschinen überzeugt? Themenrelevante Contenterstellung muss nicht teuer sein.
Überzeugen
Sie sich selbst!