Schlange stehen war gestern
Der Lauf der Dinge einmal umgekehrt - nachdem wir zu Hause angekommen und in die bequemen Wohlfühl-Klamotten geschlüpft sind, geht das Einkaufen erst los. Wo? - Vor dem eigenen PC natürlich. Vergessen sind das Anstehen in der Schlange vor der Kasse oder Ladenschlusszeiten, bei denen es kaum Berücksichtigung findet, wenn der Chef uns wieder mal paar Überstunden aufgebrummt hat. Das Zauberwort heißt Internet, welches das Einkaufen zu einem stressfreien Erlebnis macht, egal ob es sich um Lebensmittel, Schuhe, Kleidung, Schmuck, Kontaktlinsen oder die Anschaffung eines neuen Telefons im Handy-Shop handelt. Nichtsdestotrotz sollten Sie unbedingt darauf achten, dass der Internet-Shop nicht gegen die gesetzlichen Bestimmungen verstößt, denn nur so können Unannehmlichkeiten und Ärger vermieden werden.
Werden Waren, welcher Art auch immer, im Internet zum Kauf angeboten, so spricht man von einem Online-Shop, wobei dieser Handelsweg immer verbreiteter wird. Den Anfang gemacht haben Buch- und Computerhändler in den 90-er Jahren, aber zwischenzeitlich wird praktisch alles, was auf herkömmlichem Wege vertrieben wird, auch im Internet angeboten. Und die Beliebtheit der Online-Shops nimmt laut Statistiken weiter zu. Dies mag zum einen an dem breitgefächerten Warenangebot liegen (Spezialitäten bilden hier keine Ausnahme), aber auch daran, dass die Sicherheit bei dem Zahlungsverkehr deutlich erhöht werden konnte.
Eines der triftigsten Argumente, die für das Online-Shopping sprechen, ist sicherlich der Umstand, dass diese 24 Stunden am Tag erreichbar sind. Außerdem bleibt der übliche Einkaufsstress weg und über unfreundliches Personal braucht sich auch niemand mehr zu ärgern. Um dem Kunden die Orientierung zu erleichtern, wird auch in der Regel eine präzise Beschreibung des angebotenen Sortiments nicht fehlen. Doch der Clou kommt noch - die Ware wird direkt ins Haus geliefert.
Ein weiterer Vorteil besteht in den niedrigeren Preisen, die natürlich mit dazu beitragen, dass das Online-Shopping immer mehr Anhänger findet. Möglich werden die günstigeren Angebote dadurch, dass der Besitzer eines Online-Shops erheblich bei den Personal- und Lagerkosten einsparen kann.
So ganz ohne Arbeit und Mühe geht es natürlich auch nicht bei einem Online-Shop, denn schließlich wollen die Seiten erstellt und dann laufend gepflegt werden. Die regelmäßige Eingabe von Artikeln erfordert ihren eigenen Aufwand, der auch anders in Bezug auf Logistik und Versand ausfällt, als dies im traditionellen Einzelhandel der Fall ist. Nicht zuletzt verdient auch der juristische Aspekt eine besondere Rolle, sonst wird der getätigte Kauf womöglich rechtlich unwirksam.
Der Gesetzgeber verlangt hier, dass der Kunde vor dem Kaufabschluss über eine Reihe von Informationen verfügt. Dazu gehört z.B. ein Impressum, dem sowohl die Steuernummer als auch eine ladungsfähige Anschrift zu entnehmen ist. Außerdem ist es gesetzliche Vorschrift, dass der Kunde sowohl über die Zahlungsabwicklung als auch über die Lieferbedingungen oder die anfallenden Kosten für den Versand genau informiert wird. Eine nachvollziehbare Beschreibung der einzelnen Artikel samt der dazugehörigen Preise (inklusive Steuer) sollte ohnehin selbstverständlich sein. Ein Shop-Verzeichnis gewährt einen Überblick über die vorhandenen Shops.
Enrico Wnendt
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