Häufige Fragen zum DNA Vaterschaftstest


Dieser kurze Artikel soll einige der am häufigsten gestellten Fragen zum Thema Vaterschaftstest per DNA Analyse beantworten.

Muss für den Vaterschaftstest eigentlich auch die DNA der Kindesmutter untersucht werden?
Nein – die Miteinbeziehung der mütterlichen DNA ist nicht zwingend erforderlich, sie kann nur die ohnehin schon sehr hohe Aussagewahrscheinlichkeit des Vaterschaftstests erhöhen. In einem bestimmten Ausnahmefall ist die Einbeziehung der Mutter allerdings unumgänglich, wenn man eine sinnvolles Ergebnis erhalten möchte - dieser Ausnahmefall ist nur gegeben, wenn zwei Brüder theoretisch als Vater in Frage kommen.

Welche Proben sind für einen Vaterschaftstest geeignet?
Die bekannteste Methode ist ein Abstrich der Mundschleimhaut. Die DNA Analyse kann theoretisch aber auch mit Hilfe von genetischem Material durchgeführt werden, das von Trinkgläsern oder Zigarettenkippen isoliert wird - dies ist aber deutlich weniger empfehlenswert.

Ab welchem Alter kann ein Baby getestet werden?
Da für die DNA Analyse nur ein Abstrich von der Mundschleimhaut genommen werden muss, und keine schmerzhafte Blutabnahme notwendig ist, können rein theoretisch bereits neugeborene Babys getestet werden. Der Säugling sollte allerdings mindestens für die Dauer einer Stunde vor dem Test keine Muttermilch trinken, da ansonsten die Gefahr besteht, dass über Zellen aus der Muttermilch genetisches Material der Mutter die Mundschleimhaut des Babys benetzt, was die DNA Probe verändern und damit den Vaterschaftstest beeinflussen könnte.

Ist ein heimlicher durchgeführter Vaterschaftstest vor Gericht verwertbar?
Ein heimlich durchgeführter Vaterschaftstest, dem die Mutter nicht zugestimmt hat, ist immer illegal, es sei denn er wurde durch ein Gericht angeordnet. Er kann daher keinesfalls bei vor Gericht ausgetragenen Familienstreitigkeiten eine Rolle spielen.

Gibt es weitere Verwandtschaftstests?
Außer dem Vaterschaftstest sind diverse weitere Verwandtschaftstests wie ein Mutterschaftstest oder ein Brüdertest möglich.

Kerstin Becker
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