Libyen
Libyen ist das viertgrößte Land in Afrika. Es ist etwa doppelt so groß wie das benachbarte Ägypten und mehr als halb so groß wie die gesamte EU. Abgesehen von einigen Tieren, die an das Leben in der Wüste angepasst sind, wie Gazellen, Fennek-Füchse, Schlangen und Skorpione ist das einst reiche Wildleben des Landes bereits lange ausgerottet.
Trotz der fruchtbaren Ebenen von Sahel al-Jefara und den Bergen von Jebel Nafusa und Jebel Akhdar im nördlichen Libyen werden 95 % des Landes von der Sahara bedeckt.
Gaddafis großes Projekt, der „Man-Made River“, der Wasser aus eiszeitlichen Reservoirs unter der Sahara in die Küstenstätte transportieren soll, ist leider nur eine kurzzeitige Lösung, da das unterirdische Wasser nicht wieder aufgefüllt werden kann.
Die Bevölkerungsdichte im Land ist mit weniger als drei Personen pro Quadratkilometer einer der geringsten in der Welt. Ungefähr 90 Prozent der Libyer leben in Städten, von denen fast die Hälfte jünger als 15 Jahre ist. Die Bevölkerung ist bemerkenswert homogen – 97 Prozent besteht sind Araber und Berber. Andere Gruppen sind Tuareg und Tubu, die beide in den südlichen Regionen des Landes leben. Mehr als 95 Prozent der Bevölkerung sind sunnitische Moslems.
Touristische Highlights in Libyen sind Leptis Magna (eine der am besten erhaltenen römische Stadt), Tripolis mit der Medina und osmanischen Moscheen, die Oasen-Stadt Ghadames sowie das Gebirge Jebel Akakus und der vulkanische Krater Waw al-Namus mit seinen Seen. Aber sie wahrscheinlich größte Attraktion ist die Wüste Sahara. In Libyen findet man viele Möglichkeiten, Expeditionen von einem Tag bis zu mehreren Wochen zu unternehmen.
Leider ist es momentan fast nicht möglich, das Land als Individualtourist zu besuchen. Vor der Ankunft muss der Besucher seine Reise bei einer Libyschen Agentur buchen. Während des Aufenthalts in Libyen wird Besucher ununterbrochen von einem Vertreter dieser Agentur begleitet, was für motorisierte Touristen auch bedeutet, dass immer ein Platz im Auto für den Begleiter freigehalten werden muss.
Remo Nemitz
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