Nordamerika – mehr als nur die USA


Nach Afrika und Asien ist Nordamerika der drittgrößte Kontinent dieser Erde mit einer Gesamtfläche von 24.230.000 Quadratkilometern und stellt die nördliche Hälfte des amerikanischen Doppelkontinents dar. Seinen Namen erhielt er von dem florentinischen Seefahrer Amerigo Vespucci, der bereits im 15. Jahrhundert erkannte, dass das Land, welches von Christoph Kolumbus fälschlicherweise als Indien bezeichnet wurde, einen eigenen Kontinent darstellt.

Die Bezeichnung der amerikanischen Ureinwohner, der Indianer, zeugen noch heute von diesem Irrtum. Der arktische Ozean bildet im Norden des Kontinent die natürliche Grenze, während er im Osten vom Atlantischen Ozean und im Westen vom Pazifik umgeben wird. Im Süden liegt schließlich die Karibik. Zu den nordamerikanischen Ländern gehören Grönland, Kanada, die USA sowie Mexiko, Mittelamerika und verschiedene Inselstaaten, wie beispielsweise Jamaika.

Der exakte geographische Mittelpunkt des Kontinents liegt in Rugby in North Dakota und ist dort mit einem viereinhalb Meter hohen Obelisken markiert. Der Grund für die häufigen Erdbeben in den westlichen Regionen Kaliforniens und Mexiko liegt am San-Andreas Graben, der die Nordamerikanische Platte von der Pazifischen trennt. Da beide ständig in Bewegung sind, kommt es dort zu Reibungen, die widerum die Beben auslösen. Die meisten sind jedoch harmloser Natur und die Kalifornier selber machen sich darüber lustig, in dem sie Erbeben in Dosen verkaufen. Eine Dose, die rappelt, wenn man sie auf den Boden stellt.

Fährt man die kalifornische Küstenstraße gen Norden, kommt man zwangsläufig nach Mexiko, das vor allem durch die alte Kultur der Azteken berühmt wurde. Im westlichen Nordamerika liegen die Rocky Mountains und bilden unter anderem die Grenze zu Kanada. Die höchste Erhebung der Rockies ist der Mount McKinley in Alaska mit 6.194 Metern. Neben dem Indian Summer und der Weite des Landes, dem ewigen Eis der Columbian Icefields und dem Jasper Nationalpark dürfte vor allem Vancouver als reizvolle Stadt am Pazifik eine Reise wert sein.

Ein weiterer Teil Nordamerikas ist Mittelamerika, das historisch gesehen als eigenständiger Kontinent betrachtet werden könnte, geographisch jedoch keine Eigenständigkeit besitzt. Hierzu zählen unter anderem Kolumbien, Panama und Nicaragua. Im Süden des nordamerikanischen Kontinents befindet sich die Karibik mit ihren zahlreichen Inselstaaten. Durch ihre vielschichtige Kolonialgeschichte begründet, lebt hier ein buntes Völkergemisch europäischer, kreolischer, afrikanischer und indischer Herkunft. Ein wahres Paradies, nicht nur von der Landschaft her, sondern auch für Liebhaber unterschiedlichster Gaumenfreuden. Hierzu zählen unter anderem Barbados, Martinique, Kuba sowie Trinidad und Tobago. Detaillierte Reiseberichte zu allen Gebieten finden sich auf www.reiseberichte24.de.

Rudi Klingenberg
rudi [ at ] computerman [ dot ] de

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