Reiseverkauf 2027: Vision oder Wirklichkeit
Vor 25 Jahren war das verkaufen von Reisen eine recht komplizierte Angelegenheit. Die Reiseangebote wurden noch aus den Katalogen herausgesucht, die Preise anhand komplizierter Preistabellen errechnet, und der Reisebüromitarbeiter hat die Buchung dann telefonisch oder per Fax getätigt. Reisen wurden langfristig geplant und gebucht. Lastminute Reiseangebote gab es praktisch nicht.
Doch die Entwicklung schritt schnell voran, und das Internet hat diese Entwicklung noch beschleunigt. Noch im Jahr 2000 gab es ausschließlich elektronische Reservierungssysteme die auf den Computern der Reisebüros installiert wurden, und regelmäßige Updates erforderlich machten. Die heutigen Reservierungs- und Preisvergleichsysteme sind da schon wesentlich komfortabler und bieten mehr Leistung und Informationen und sind Internetbasiert. Mit heutige Reservierungssystemen können die Reisebüros nicht nur Urlaub buchen, sonder haben für den Kunden gleich eine Fülle von Informationen. Neben der Verfügbarkeit und den Flugdaten, gibt es die Katalogangaben verschiedener Reiseveranstalter und Hotelbewertungen. Das kombinieren von Flügen und Hotels ist völlig flexibel möglich.
Bis Ende 2007 werden weltweit die Papiertickets abgeschafft, und alle Airline arbeiten dann mit sogenannten E-Tix. Ein Postversand kann dann völlig entfallen, und die Zustellung eines Flugscheines erfolgt in wenigen Augenblicken per E-Mail.
Es ist anzunehmen, dass die technische Entwicklung im gleichen Tempo, oder schneller weitergeht. So das im Jahr 2027 alle Haushalte über Hochleistungs-Internetanschlüsse verfügen. Diese sind dann selbstverständlich mit den TV-Leinwänden verbunden die es in allen Räumen des Hauses gibt. Der Urlaubssuchende sagt nur noch welche Angebote er möchte, und die Reiseangebote erscheinen auf der Leinwand. Eine freundliche Stimme kommentiert den Live-Rundgang durch das gewünschte Hotel. Die Reservierung des Tennisplatzes, Ausflüge und sogar die Liegen am Pool oder Strand alles kann interaktiv reserviert werden. Die Hotelanlagen haben sich zu Urlaubswelten entwickelt, die keine Wünsche offen lasen, und den Gästen die Wünsche von den Augen ablesen.
Holger Mensing
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