Der psychologische Aspekt des Kartenlegens


Kartenlegen soll eine Lebenshilfe darstellen, nicht mehr, und nicht weniger. Es kann und darf auf keinen Fall der Sinn der Sache sein, das eigene Leben, oder das eines anderen davon abhängig zu machen.

Sucht jemand Rat bei einem Kartenleger oder Kartenlegerin, möchte er in der Regel einen Blick in die Zukunft werfen, um dadurch Lösungen zu bestehenden Problemen zu erhalten. An dieser Stelle sollten sich alle angehenden Kartenleger im Klaren sein, dass sie eine gewisse Verantwortung für den Ratsuchenden haben.

Eine Menge Menschen sind leicht beeinflussbar und vor allen Dingen sehr leichtgläubig und vertrauen dem Kartenleger oder der Kartenlegerin und deren Ratschläge möglicherweise blind. Jeder Berater sollte seinen Klienten im Laufe einer Sitzung verdeutlichen, dass das Leben oft nur eine Einstellungssache ist.

Oberste Priorität des Kartenlegers sollte sein, dass er/sie so gut es geht versucht, sich in den Fragenden hineinzuversetzen – in seine Gedankenwelt, seine Gefühlslage und seine derzeitige Lebenssituation. Nur so wird man die Zukunft richtig deuten können.

Das Kartenlegen ist kein Spiel, sondern eine ernste Angelegenheit. Ratsuchende haben meistens Probleme, deshalb verlangt das Kartenlegen viel Verantwortungsbewusstsein und Menschenkenntnis. Es ist auch nicht immer nur damit getan, dem Klienten die Karten zu legen, in vielen Fällen bedarf es einer „Nachsorge“. Es kann sehr gut passieren, dass von dem Ratsuchenden später nochmals ein Anruf kommt und dringende Fragen gestellt werden.

Kartenlegen bedeutet immer, auch gleichermaßen Lebensberatung, welche oft sehr intensiv werden kann.

Ariane Hirschner
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