Tattoo
Mit einer Nadel unter die Haut gebrachte Farbe bezeichnet man als „Tattoo“, obwohl das Wort eigentlich aus der englischen Militärsprache stammt und soviel wie „Zapfenstreich“ bedeutet. Wo die Ursprünge der Tätowierung oder wissenschaftlich ausgedrückt Tatauierung liegen, konnte man bisher nicht genau erforschen. Schon die Gletscher-Mumie Ötzi trug vor bereits 5000 Jahren aus Holzkohle bestehende Zeichnungen.
Durch eine Punktierung der Haut wird gleichzeitig mit der Nadel ein Farbstoff in die Haut gebracht. Gebräuchlich hierbei ist eine elektrische Tätowiermaschine. Andere Methoden wären zum Beispiel das Einschneiden der Haut und das anschließende Einreiben der Wunde mit Asche oder Tinte oder das Arbeiten mit Nadel und Faden, wobei der Faden in Farbe eingetaucht und mit der Nadel unter die Haut gebracht wird. Hierbei entstehen die so genannten „Knast-Tattoos“. Beliebt sind Tattoos als Zeichen von Mitgliedszugehörigkeit, Protest (z.B. in der Punkszene) oder zur Erkennung einer Rangordnung in Gefängnissen oder Gangs. Aber auch zur Verstärkung der sexuellen Reize oder als einfacher Schmuck finden Tattoos große Beliebtheit.
Es gibt die verschiedensten Tattoomotive. Angefangen von religiösen, mystischen oder asiatischen Motiven, zieren nicht selten auch Schriftzüge die Haut. Tattoovorlagen werden in den Studios oder verschiedenen Internetseiten angeboten. Wer allerdings kreativ genug ist, kann seine Ideen gern in den Prozess mit einbringen.
Es kann unter Umständen zu Infektionen kommen, die durch mangelnde Hygiene in den Studios verursacht werden können. Im Zweifelsfall kann man sich allerdings Adressen von Tattoo Studios geben lassen, die dem DOT (Deutsche Organisierte Tätowierer e.V.) angehören. Diese arbeiten steril genug, um Infektionen zu vermeiden.
Stern Thomas
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