Wasserversorgung in Deutschland und in der Welt


Zu dem Begriff der Wasserversorgung ist zunächst einmal zu klären, welche verschiedenen Möglichkeiten bestehen, ausreichendes Trinkwasser, also zum direkten Verzehr aber auch z.B. für das häusliche Kochen, wie auch Nutzwasser, also jenes Wasser zum Waschen oder zur Bewässerung der Landwirtschaft, gefördert werden kann.

Aus technischer Sicht ist die Wasserversorgung durch den Bau sowie durch den Betrieb von industriellen Anlagen zu betrachten. Zunächst muss Rohwasser gewonnen werden. Dieses geschieht entweder durch Brunnen zur Gewinnung des Grundwassers oder in der Gewinnung von Quell- bzw. Oberflächenwasser von Seen oder Flüssen, aber auch im Auffangen vom Regenwasser, welches durch sogenannte Zisternen geschieht. Als nächster Schritt wird das nun gesammelte Rohwasser entweder zu Trinkwasser oder zum Nutzwasser aufbereitet, um dann im dritten und letzten Schritt mit Hilfe von Pumpstationen durch die Wasserleitungen an die Verbraucher verteilt wird. Weitere Möglichkeiten entstehen bei bestimmter Lage von Wasserversorgungsanlagen, denn z.B. in küstennahen Regionen wird die Meerwasserentsalzung als Möglichkeit der Wasserversorgung verwand.

In Europa und insbesondere in Deutschland gilt die Trinkwasserversorgung als zuverlässig und hochwertig, welches seine Begründung in dem flächendeckenden Versorgungsnetz findet, aber auch daran, dass in Deutschland die Wasserversorgung im Rahmen des Wasserhalthaltsgesetzes geregelt ist sowie das die eingesetzte Technologie der Wasserversorgung modernster Bauart ist. Dieses beugt auch, anders als in z.B. Ländern mit geringen Niederschlägen oder fehlender oder mangelhafter Technologien, einer Wasserknappheit vor.

Der Wasserverbrauch in Deutschland betrug im Jahre 1991 an die 50.000.000.000 Kubikmeter, von denen jedoch nur ca. 6.000.000.000 der Trinkwasserversorgung diente, während 29.000.000.000 zur Kühlung von Kraftwerken verwandt wurde. Daher ist nicht nur die Wasserversorgung allein für den Menschen unmittelbar von lebenswichtiger Bedeutung, sondern ohne ausreichendes Wasser würde kaum ein Bereich des Alltages weiterhin funktionieren.

Somit ist und bleibt eine funktionierende Wasserversorgung weiterhin eine ernorme technische und logistische Herausforderung, welche in Deutschland und in großen Teilen Europas gut entwickelt ist, dennoch aber nie vernachlässigt oder unterschätzt werden sollte.

Karsten Ganter
ganter_k [ at ] hotmail [ dot ] com

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