Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf:
Down to Earth III
Wer also in Zukunft die Erfolge von Canuma oder Themo-Hanf wiederholen will, der sollte ein qualitativ hochwertiges Produkt mit aggressivem Marketing verkaufen. Sind gute Produkte in der Pipeline, mag sich der geneigte Leser Fragen? Es gibt zumindest ein paar recht viel versprechende Ansätze. Da ist z.B. das Hanf-Dosenbrot der Firma prima-materia, welches einen exzellenten Eindruck macht und sehr gut schmeckt. Dann ist da ein Grinder, hergestellt aus 100 % Hanffasern von hempplastic.com. Selbst wenn die Produktnische zu klein sein sollte, um den Grinder zum Erfolg zu führen, so ist das Produkt auf jeden Fall hervorragend dazu geeignet, das Vorprodukt Hanffaser als Grundstoff für Kunststoffe in die Wahrnehmung der Menschheit zu befördern.
Besonders große Erfolgsaussichten hat zurzeit aber eine kleine Handytasche aus Hanf von der Firma Pure. Die modische Handytasche, die man sich um den Hals hängen kann, bedient einen absoluten Massenmarkt, nämlich den der modischen Handyaccessoires. Das Herstellungsmaterial tritt dabei mehr oder weniger in den Hintergrund. Das aufgenähte Hanfblatt dient eher als Marketinginstrument, um die Taschen in bestimmte Zielgruppen hineinzuverkaufen. Die Käufer hängen sich die Taschen stolz um den Hals und machen so gleichzeitig Werbung für den Hersteller.
Hier ist zu hoffen, dass jetzt nicht jede kleine Hanfklitsche daherkommt und mehr oder weniger schlechte Kopien der Handytasche auf den Markt bringt, damit sich mal wieder kein Massenartikel daraus entwickelt. Die meisten Hanffirmen haben sich bisher gegenüber einer strategischen Unternehmensberatung gegenüber als resistent erwiesen.
