Die PlayStation 3 – Sonys Untergang?
Von der anfänglichen Euphorie ist nicht viel geblieben, Sony hat beim Launch seiner neuen Konsole zahlreiche schwerwiegende Fehler begangen, auf die nachfolgend kurz eingegangen werden soll. Viele Anschlussmöglichkeiten des Prototyps finden sich nicht mehr bei der Verkaufsversion der PS3, ursprünglich waren z.B. zwei HDMI-Anschlüsse geplant. Des Weiteren musste Sony aufgrund von Lizenzstreitigkeiten auf die lieb gewonnene Dual Shock-Technologie verzichten, der neue Six-Axis-Controller verfügt über keinerlei Rütteleffekte mehr. Grad bei Titeln wie MotorStorm vermisst man das typische Rumble-Feeling. Die Sensor Technologie des neuen Controllers erinnert zudem frappierend an Nintendos Wii-Pendant, der ebenfalls durch seine jeweilige Position im Raum bedient wird.
Die ersten bewegten Bilder der Sony-Konsole entpuppten sich im übrigen als vorgerenderte Sequenzen, die finale Echtzeit-Optik fällt deutlich beschaulicher aus. Bei vielen Launchtiteln tummeln sich schwammige Texturen, zudem ist von der versprochenen 1080p-Unterstützung nicht viel zu sehn. Überhaupt vermisst man unter den Titeln der ersten Generation einen richtigen Blickbuster - Motorstorm, Ridge Racer 7 und Resistance: Fall of Man sind zwar rundum gelungene Games, rechtfertigen jedoch nicht den Kauf einer neuen Konsole. Die PS3 ist mit stattlichen 599 Euro auch zu teuer für den Massenmarkt. Nintendos Wii kostet weniger als halb soviel, Microsofts XBox 360 bietet vergleichbare Optik bei einem vielfach günstigeren Preis. Letztlich kommt die PlayStation 3, auch erst nach mehreren Monaten Verspätung nach Europa, ursprünglich war ein gleichzeitiger Release weltweit geplant. Man darf also gespannt sein, ob Sony es trotzdem noch vermag die PS3 zu umfassendem Erfolg zu führen oder ob die Tage der Marke "PlayStation", die einst das Videospiel revolutionierte, gezählt sind.
Renke Richter
renke_richter [ at ] gmx [ dot ] de
