Der große Tintenstrahldrucker-Marktüberblick


Dieser Überblick zeigt die aktuellen Leistungsdaten der aktuell erhältlichen Tintenstrahldrucker von Canon, Epson, HP und Lexmark. Sicher gibt es auch noch andere Hersteller wie Dell oder Brother. Dell-Drucker entsprechen meist denen von Lexmark. Brother stellt derzeit ausschließlich Multifunktionsgeräte im Tintenbereich her.

Der Canon Pixma IP4300 ist der derzeit schnellste Tintenstrahldrucker seiner Preisklasse (10x15-Foto in 36 Sekunden), auch die Verarbeitungsqualität und Druckqualität (9600 x 2400 DPI, Tröpfchengröße = 1Picoliter) hebt sich von Mitbewerbern ab. Besonderheit ist der Direktdruck auf bedruckbare DVDs oder CDs. Praktisch: die integrierte Duplexeinheit. Mit den Druckkosten liegt das Gerät im Mittelfeld. Negativ: Es gibt noch immer keine zufriedenstellende Alternativpatronen. Canon verhindert dies mit einem ausgeklügelten Chip auf der Druckerpatrone, der sich bisher nicht kopieren ließ. Dafür verspricht Canon mit seinen "ChromaLife100" Druckerpatronen sehr langlebige, lichtbeständige Ausdrucke. UVP: 99 Euro. Unsere Wertung: 1,8 (gut), Testsieger.

Der Epson D92 ist vergleichsweise langsam (10x15 Foto in 89 Sekunden) und kann auch bei der Druckqualität mit dem Pixma IP4300 nicht mithalten (4 Picoliter Tröpfchengröße, 5760 x 1440 DPI Auflösung). Positiv: Der Energiebedarf im Stand-by-Modus beträgt nur 1,5 Watt. Das eine Jahr Garantie ist bescheiden und lässt schon ein bisschen vermuten, wie lange der Druckkopf hält. Die Tintenpatronen sind sehr sparsam befüllt. Glücklicherweise gibt es bereits Alternativ-Druckerpatronen von Jettec, die bis zu 90 Prozent mehr drucken und etwas weniger kosten. Mit 49 Euro ist der Anschaffungspreis sehr günstig. Fazit: Einsteiger-Drucker mit der Möglichkeit Alternativpatronen zu nutzen. Note: 2,4 (gut), Spar-Tipp.

Die HP Business-Inkjet 1000-Serie spricht vielleicht eine etwas andere Zielgruppe an, als seine anderen Testkandidaten. Schnell ist der Drucker nur bei Text-Dokumenten. Für ein Foto (10x15 cm) benötigt der Business Inkjet 75 Sekunden. Maximale Auflösung: 4800 x 1200 dpi. Positiv: er ist für maximal 6250 Seiten pro Monat geeignet. Die Druckknöpfe sind sehr langlebig und relativ preiswert nachzukaufen. Die schwarze Druckerpatrone enthält 69 ml Tinte und kostet um die 30 Euro. Refillpatronen mit ähnlich guter Tinte kommen sogar auf unter 20 Euro. Billiger im Verbrauch als so mancher Laserdrucker! Auch bei HP gibt es allerdings nur 1 Jahr Garantie und der unverbindliche Herstellerpreis liegt bei 149 Euro. Note 2,2 (gut), Der Folgekostentipp.

Einziges Plus beim Lexmark Z1420: die eingebaute WLAN-Schnittstelle mit der Sie den Drucker kabellos in ein Netzwerk integrieren können. Ein USB-Kabel ist dann also nicht mehr notwendig. Für einen richtigen Netzwerkdrucker eignet sich der Drucker dann wegen der recht hohen Tintenkosten nicht. Neben den 89 Euro für den Drucker müssen Sie unbedingt noch einen weiteren Satz Druckerpatronen einplanen, da die Starterpatronen nur zu einem Bruchteil gefüllt sind. Mit der Lexmark Nr. 31 lässt sich der Lexmark Z1420 zum 6-Farb-Fotodrucker erweitern. Billige Alternativen zu den Lexmark-Druckerpatronen gibt es derzeit nicht. Note: 3,8 (mangelhaft), Vorsicht: teure Tinte.

Daniel Orth
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