Wälzlager – Arbeiter hinter den Kulissen
Was genau verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff Wälzlager und wo kommen sie zur Anwendung? Mähdrescher, Fließband, Motorrad und ICE – sie alle haben neben ihren diversen Unterschieden durchaus auch Gemeinsamkeiten.
Wie viele andere komplexe Maschinen auch verbirgt sich bei den genannten Beispielen hinter der Fassade enorm viel Technik auf die sich Hersteller wie die Firma Askubal spezialisiert haben. Unzählige Räder und Schrauben sorgen mit ihrem Zusammenspiel dafür, dass die Maschinen einwandfrei ihren Dienst verrichten. Jedes noch so unbedeutend erscheinende Teil im Inneren hat eine mehr oder weniger wichtige Aufgabe zu erfüllen. Ob Kugellager oder Wälzlager – jedes Teil für sich kann für die Beständigkeit und Qualität eines gesamten Produktes von entscheidender Bedeutung sein.
Der Einsatzbereich eines Wälzlagers liegt aufgrund seiner besonderen Eigenschaften in Gebieten, in denen trotz hoher Belastungen möglichst reibungsarm gearbeitet werden soll. Die Widerstandsfähigkeit insbesondere gegen die sogenannte Rollreibung, diese entsteht immer dann, wenn ein Körper auf einer Unterlage rollt, ist ein wesentlicher Vorteil dieser speziellen Lager. Sie bestehen mit dem Innenring, dem Außenring und dem Wälzkörper aus drei Hauptkomponenten zwischen denen die Rollreibung auftritt. Das diese eher gering gehalten wird liegt an der besonderen Beschaffenheit des Wälzlagers. Die beiden zueinander beweglichen Elemente, der Innenring und der Außenring, sind durch rollende Körper voneinander getrennt. Diese rollenden Körper werden Wälzkörper genannt und sind dafür verantwortlich, dass die Reibung zwischen den verschiedenen Komponenten des Lagers erheblich reduziert wird. Die Bewegung verschiedener Elemente von Maschinen zueinander wird dadurch erheblich erleichtert. An dieser Stelle wird ein deutlicher Unterschied zu einem Gleitlager deutlich. Diese sind empfindlicher gegenüber der Reibung und verschleißen somit deutlich schneller.
Im Gegensatz zu älteren Modellen und besonderen Anfertigungen werden die Wälzkörper bei modernen Wälzlagern durch einen Käfig stets in gleichem Abstand gehalten. Dies wird immer dann notwendig, wenn die Drehzahlen einen Wert oberhalb von 300 Umdrehungen pro Minute erreichen. Das gilt aber beispielsweise nicht für den Einsatz von Wälzlagern in einem Flugzeug. Hier sind die Drehzahlen nicht derartig hoch. Stattdessen können durch den Wegfall des Käfigs mehr Wälzkörper eingesetzt werden, was die Belastbarkeit der Wälzlager deutlich erhöht.
Kerstin Meyer
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