Was sind Leiterplatten?
Leiterplatten werden auch als Leiterkarte, Platine oder gedruckte Schaltung bezeichnet. Hierbei handelt es sich um eine nicht leitfähige isolierte Grundplatte. Auf dieser Grundplatte befinden sich elektronische Bauteile, die miteinander verbunden sind. Diese Verbindung der Bauteile wird meist durch Ätzen der Grundplatte mittels einer dünnen Schicht leitfähigem Material hergestellt.
Die Grundplatten werden aus elektrisch isoliertem Material wie früher Pertinax, also Phenolharz mit Papierfaser hergestellt. Heut zu Tage werden meistens in Epoxydharz getränkte Glasfaserplatten verwendet. Das Material der Grundplatten muss über Kriechstromfestigkeit, geringe Wasseraufnahmetendenz sowie Hochfrequenzeigenschaften verfügen.
Für Spezialanwendungen der Leiterplatten werden auch Materialien wie Teflon, Keramik sowie für flexible Leiterplatten auch Polyesterfolie verwendet. Der Einsatz der Leitplatten liegt im Bereich der elektrischen Geräte, wie z.B. Computer, Fernseher und Handys.
Bei Computern und Handys werden zudem Mehrschichtplatinen (Multilayer-Platinen) also mehrlagige Leiterplatten mit bis zu 28 Lagen verwendet. Der Einsatz der Leiterplatten begann in den fünfziger Jahren gegründet durch Fritz Stahl. Vorher wurden die elektronischen Bauteile frei verdrahtet in der Luft schwebend und nur an den Enden festgelötet. Hierzu war reine aufwendige Handarbeit notwendig.
Heute ist eine schnelle Herstellung von elektronischen Geräten möglich durch den Einsatz von Leiterplatten, die maschinell hergestellt werden können und zwar in der Reihenfolge bohren der Grundplatte, durchkontaktieren, laminieren mit Fotoresist einer fotoempfindlichen Folie, belichten, entwickeln und ätzen. Somit konnten elektronische Geräte immer kostengünstiger und wesentlich schneller produziert werden.
Mark Breuer
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