Das persönliche Berufsunfähigkeitsrisiko mindern
Berufsunfähigkeit ist gerade mal zu 10 Prozent auf Unfälle zurückzuführen. Die Hauptursache für den Verlust der Arbeitskraft sind Krankheiten aller Art. Darunter vor allem Herz- und Gelenkbeschwerden. Das persönliche Berufsunfähigkeitsrisiko mag bei verschiedenen Personen unterschiedlich hoch sein, doch gegeben ist es bei jedem.
Es ist also unabdinglich eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV) abzuschließen. Die gesetzliche BUV wurde 2001 für alle Jahrgänge nach 1961 abgeschafft. Wer vorher geboren wurde hat Anspruch auf die neue Erwerbsminderungsrente, sofern er weniger als drei Stunden am Tag leistungsfähig ist.
Private Versicherungsunternehmen behalten sich vor, Antragsteller deren Berufsunfähigkeitsrisiko sie als zu hoch einschätzen, abzulehnen. Der Risikofaktor ist abhängig vom jeweiligen Gesundheitszustand, dem Alter und dem Berufsfeld der zu versichernden Person. Es empfiehlt sich also die BUV möglichst frühzeitig abzuschließen, denn je Älter der Antragsteller ist, desto mehr Vorerkrankungen sind wahrscheinlich. Darüber hinaus verlangen viele Versicherungsunternehmen eine Vertragslaufzeit von 60 Monaten, ehe ein Zahlungsanspruch seitens des Versicherten besteht. Die Versicherungsangebote sind vielfältig und für den Laien bisweilen unübersichtlich.
Bei der Wahl der richtigen Police sind einige grundlegende Dinge zu beachten. Zum einen sollte die Vertragslaufzeit so bemessen sein, dass der Versicherte lückenlos in den Ruhestand übergehen kann. Außerdem sollten sowohl die abstrakte Verweisung als auch die Arztanordnungsklausel ausgeklammert sein.
Holger Schnittker
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