Ein Überblick zur Kfz Versicherung
Die Teilnahme am Straßenverkehr mit einem Fahrzeug erfordert einen gültigen Führerschein sowie eine Bestätigung darüber, dass für das jeweilige Fahrzeug eine Haftpflichtversicherung besteht. Diese gesetzliche Bestimmung dient den bei einem Unfall geschädigten Personen, und zwar hinsichtlich Verletzungen ebenso wie für Sachschäden. Die Kosten können bei Unfällen in die Millionen gehen, über die sicherlich nur wenige Personen verfügen. Deshalb ist es wichtig, dass die Versicherung des Unfallverursachers grundsätzlich für anfallende Kosten zunächst haftet, damit Unfallopfer bzw. Sachgeschädigte einen finanziellen Ausgleich bekommen.
Für die Einstufung der Autoversicherung in die verschiedenen Tarife der Kfz-Haftpflichtversicherung werden mehrere Faktoren herangezogen. Sowohl Fahrzeug als auch Fahrer werden dabei in Kategorien eingestuft, aus beiden Werten errechnet sich dann der Beitrag. Beim Fahrzeug ist ausschlaggebend das Alter, die Größe, der Fahrzeugtyp sowie die jährlich gefahrenen Kilometer, wobei es noch wichtig ist, in welcher Region man wohnt und wie oft gerade diese Fahrzeuge in Unfälle verwickelt sind. Es erfolgt eine Einstufung in Typ- sowie Regionalklassen. Der Fahrzeughalter wird beurteilt hinsichtlich Alter, nachgewiesener Fahrpraxis, Geschlecht, Berufsgruppenzugehörigkeit und wie oft er ggf. einen Unfall verschuldet hat. Nachlässe sind möglich, wenn man beispielsweise an einem Sicherheitstraining teilnimmt oder der Wagen über Nacht in einer Garage untergebracht ist.
Junge Fahrer/innen unter 25 Jahren sind statistisch gesehen wesentlich häufiger an Unfällen beteiligt. Diesem Umstand wird dadurch Rechnung getragen, dass der Beitragssatz für die erstmalige Kfz Versicherung eines eigenen PKW bei 240 % liegt. Kann man jedoch eine mindestens dreijährige Fahrpraxis nachweisen, wenn man beispielsweise das Fahrzeug der Eltern mitgenutzt hat, reduziert sich der Satz auf ungefähr 140 Prozent. Als Eltern sollte man jedoch der eigenen Autoversicherung melden, dass der Nachwuchs den Wagen ebenfalls nutzt. Dies hat zwar eine moderate Beitragserhöhung zur Folge, jedoch ist man im Schadensfall auf der sicheren Seite. Durch langjähriges unfallfreies Fahren kann man einen Beitragssatz von etwa 30 Prozent erreichen. Je nach Versicherung ist die dafür vorgesehene Dauer unterschiedlich.
Eine weitere Variante der Autoversicherung wird oft für Leasing- bzw. per Kredit finanzierte Neufahrzeuge abgeschlossen. Es handelt sich dabei um die Kaskoversicherung, die als Teil- oder Vollkaskoversicherung gewählt werden kann. Die Kaskoversicherung sichert als Vollkaskoversicherung auch bei Eigenverschulden die Kosten des Fahrzeughalters ab, sofern der Unfall weder vorsätzlich herbeigeführt oder auf Einfluss von Alkohol, Medikamenten oder Drogen zurückzuführen ist.
Autoversicherungen lassen sich zwar aufwändig vergleichen, doch ist die Sache oft sehr lohnend. Viele Angebote kann man im Internet errechnen lassen, wobei die Konditionen von Direkt- bzw. Onlineanbietern meist besonders günstig sind.
Heinz Wiedow
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