Ein Vergleich in der Privaten Krankenversicherung


Entscheidet man sich für eine Private Krankenversicherung, legt man sich bei der Auswahl eines Tarifs und einer Gesellschaft damit auf ein bestimmtes Leistungspaket fest. Bei der Auswahl diese Paketes spielen die persönlichen Bedürfnisse eine entscheidende Rolle. Besonders Schwer ist die Abschätzung bei einer Leistung, die man noch nicht in Anspruch genommen hat. Reicht das Mehrbettzimmer im Krankenhaus, oder ist man doch besser in einem 2-Bett-Zimmer aufgehoben? Das hängt von dem Zimmernachbarn im 2-Bett-Zimmer ab, oder doch lieber gleich ein 1-Bettzimmer?

Diese Frage lässt sich schwer aus der Theorie beantworten. Wer schon mal eine unerfreuliche Erfahrung im Krankenhaus mit den Zimmergenossen und dessen Familie gemacht hat, für den ist die Frage klar. Wer noch nicht im Krankenhaus war, für den ist es nicht, oder sehr schwer es sich vorzustellen.

Die PKV Unternehmen haben Ihre Produkte so konzipiert, das diese nicht oder nur sehr bedingt zu vergleichen sind. Betrachtet man eine Private Krankenversicherung im Vergleich, bietet keine Gesellschaft alle Leistungs-Möglichkeiten an. Da solche Produkte aufgrund des hohen Preises am Markt kaum Nachfrage haben würden. Die Versicherungsgesellschaft ist also gezwungen, einen Kompromiss zu finden und in ihrem Angebot den Geschmack eines möglichst großen Kundenkreises zu treffen. Für die Kunden ist es in der Regel schwer einzuschätzen, welche Leistungen welche Kosten verursachen und welche Bedürfnisse er dabei hat.

Das einfachste zu vergleichende Kriterium ist die Prämie. Sozusagen als Ergebnis der gemachten Kalkulation für die zugesagten Leistungen. Jede PKV hat darüber eine große Datenbasis, die als Grundlage der Tarifkalkulation dient. Dabei spielt die Häufigkeit der Krankheit und die Höhe der Kosten eine Rolle. In die Tarifkalkulation fließen auch das Wachstum die Abgangsquote und die Stornoquote mit ein. Auch die Verzinsung des Kapitals und die Verwaltungskosten spielen eine Rolle.

Es stellt sich die Frage ob man überhaupt sinnvollerweise ein optimales Preis-Leistungsverhältnis angeben kann. Der Vorteil der PKV gegenüber der GKV, außer im Basistarif ab 2009, ist dass die Leistungen der PKV nicht geändert werden können. Aber der Preis kann sich ändern. Wenn man sich für eine Gesellschaft entscheidet, mit einem bestimmten Leistungspaket, kann man zwar für den jetzigen Zeitpunkt ein Preisleistungs-verhältniss angeben, aber nicht für die Zukunft, da die Beiträge der Zukunft nicht bekannt sind und sich aus vielen Faktoren, wie Inflation, medizinischer Fortschritt zusammensetzen.

Ulrich Lindemann
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