Die Familie optimal und preiswert versichern
Ein absolutes Muss ist die finanzielle Absicherung der Familie. Denn wenn der Hauptverdiener stirbt oder ausfällt, ist es wichtig, dass die Hinterbliebenen finanziell geschützt werden.
Wenn der Partner ausfällt, der die Kinderbetreuung übernommen hatte, und der Nachwuchs jetzt von Fremden betreut werden muss, kommt es zu einer finanziellen Lücke. Für den Fall, dass einer oder beide Partner sterben und Kinder zurücklassen, ist am wichtigsten eine Risikolebensversicherung. Stirbt der Versicherte während des Versicherungszeitraumes, dann zahlt die Versicherung eine festgeschriebene Summe an die Hinterbliebenen, um zumindest die finanziellen Folgen vom menschlichen Verlust abzudecken.
Die Höhe der Versicherungssumme sollte allerdings nicht so knapp bemessen sein, denn man muss davon ausgehen, dass im Todesfall das Geld die Familie jahrelang ernähren muss. Der Versicherungsschutz sollte drei- bis fünfmal so hoch sein wie das Jahreseinkommen des Verdieners, raten die Experten. Da der Wert der Arbeitskraft bei einem durchschnittlich bezahlten Job einige hunderttausend Euro beträgt, sollte man also nicht nur das eigene Leben sondern auch die Arbeitskraft versichern lassen. Da hilft nur eine private Berufsunfähigkeitsversicherung, da der Staat bei Erwerbsunfähigkeit kaum Leistungen erbringt. Die Police sollte möglichst früh im ersten Job abgeschlossen werden, da es so kaum Vorerkrankungen gibt, die den Versicherungsschutz unvollständig oder unbezahlbar machen. Auch Hausfrauen und Hausmänner müssen gegen Berufsunfähigkeit geschützt werden sollten Familien bei der Planung ihres Versicherungsschutzes bedenken. Ein Erwerbsunfähigkeitsschutz ist eine wichtige finanzielle Unterstützung, falls sie ihren Job nicht mehr ausüben können und somit eine Haushaltshilfe und Kinderbetreuung bezahlt werden muss. Familien sollten außerdem auch gegen das Risiko Pflegefall abgesichert sein. Denn nicht nur menschlich sondern auch finanziell belastet ein Pflegefall in der Familie. Wird ein Angehöriger im Heim versorgt, so muss man je nach Pflegebedürftigkeit mit monatlichen Kosten in Höhe von 2500 bis 3500 Euro rechnen.
Zwar kommt auch die gesetzliche Pflegeversicherung für die Kosten auf, aber selbst in Härtefällen liegt der Betrag nicht über 1700 Euro. Die Pflegebedürftigen müssen den Rest dann selbst zahlen. Rücklagen oder Renten können somit schnell verbraucht sein, denn sie müssen mit dem kompletten vermögen einstehen. Darum ist eine private Zusatzversicherung, die im Pflegefall leisten muss, sinnvoll. So werden das eigene Vermögen, staatliche Leistungen der Pflegekasse und eigene Mittel geschützt.
Die privat Krankenversicherung beim Auslandsaufenthalt ist auch ein Schutz der nicht vernachlässigt werden sollte. Selbst Rechnungen innerhalb der EU werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht komplett übernommen. Eine Krankenhausbehandlung außerhalb Europas kann sogar die finanzielle Existenz kosten, denn tägliche Behandlungskosten in Höhe von 2000 Euro sind keine Seltenheit. Ein eventuell medizinisch notwendiger Rücktransport ist auch mit sehr hohen Kosten verbunden. Manche Kliniken nehmen außerdem auch nur Patienten auf, die eine Kostenübernahmeerklärung nachweisen können. Zusätzliche Policen für die Auslandsreisekrankenversicherung sind preiswert (Jahresbeitrag etwa zehn Euro pro Person), und jedem Krankenversicherten und seiner Familie zu empfehlen.
Holger Freier
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