Ist die Rente sicher?
Ist die Private Altersvorsorge ein absolutes Muss, wenn sich diese Frage speziell auf die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung bezieht, so muss man diese Frage mit einem eindeutigen „Nein“ beantworten. Jeder rentenversicherungspflichtige Berufstätige bekommt zwar später einmal eine gesetzliche Rente gezahlt, jedoch ist völlig unklar wie hoch diese sein wird und ab wann sie gezahlt wird.
Schon heute ist abzusehen, dass die gesetzliche Rente weniger als die Hälfte des Durchschnittseinkommens eines Rentenversicherungspflichtigen abdeckt. Dieses Niveau wird auf Grund der Reform rund um die Rentenversicherung in Zukunft noch weiter sinken. Die Kalkulationen der Rürup-Rente Kommission stellen eindeutig fest das, das Bruttorentenniveau durch die Reform auf 42,6 Prozent des durchschnittlichen Bruttoeinkommens im Jahr 2020 und weiter bis auf 40 Prozent des durchschnittlichen Bruttoeinkommens im Jahr 2030 fallen wird.
Diese Werte stellen nur die Bruttorente dar. Eine weitere Schmälerung erfolgt bis zur Nettorente, durch die Sozialabgaben und die Einkommensteuer, und letzteres nach Verabschiedung des Alterseinkünftegesetzes in verstärkter Form. Seit dem Jahr 2005 werden mindestens 50 Prozent der gesetzlichen Rente in das zu versteuernde Einkommen eingerechnet. Für alle zukünftigen Neurentner steigt dieser steuerpflichtige Anteil stufenweise jährlich auf 100 Prozent ab dem Jahre 2040 an. Zum Vergleich: Bis zum Jahr 2004 waren bei Rentenbeginn mit 65 Jahren nur 27 Prozent der Rente steuerpflichtig.
Sascha Richter
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