Kürzung Sparerfreibetrag und Einführung der Abgeltungssteuer


Zum neuen Jahr sollte jeder seinen Freistellungsauftrag überprüfen. Der Sparerfreibetrag wird gekürzt und zwar bei Singles auf 801 Euro und Ehepaare haben nur noch einen Freibetrag von 1602 Euro.

Aber nicht nur bei dem Sparerfreibetrag geht es an den kleinen Mann, auch die Abschaffung der Spekulationsfrist fällt weg, allerdings erst im Jahr 2008 mit 30 Prozent.

Dies bedeutet, dass auf alle Dividenden, Zinsen und Veräußerungsgewinne Steuern zu zahlen sind.

Im Jahr 2009 soll die Abgeltungssteuer einheitlich bei 25 Prozent sein, egal ob es Dividenden, Zinsen oder Veräußerungsgewinne sind.

Bisher musste man keine Steuern zahlen, wenn man Aktien oder Investmentfonds länger als 1 Jahr im Depot hatte. Dividenden werden momentan mit dem Halbeinkünfteverfahren versteuert, also nur zur Hälfte.

Diese Spekulationsfrist soll im Jahr 2008 dann wegfallen.

Viele Experten befürchten nun dass diese Abgeltungssteuer, sofern sie in der Höhe eingeführt wird, für Geldabflüsse ins Ausland sorgen wird.

Dort ist in vielen Fällen die Steuerbelastung um einiges niedriger.

Es wird schon damit geworben, dass Großverdiener natürlich besser gestellt sind, weil ihre Steuerlast ja über 40 Prozent liegt und sie ja dadurch viel weniger zahlen müssen. Allerdings trifft dies nur zu, wenn diese in Sparanlagen bzw. festverzinsliche Wertpapiere ihr Geld gesteckt haben. Wenn Sie langfristig eher Aktien und Fonds bevorzugen haben auch diese Menschen mehr zu zahlen.

Liegt der persönliche Steuersatz unter den 25 %, wird dies natürlich berücksichtigt. Allerdings geht dies nur über die Steuererklärung, da die Banken sofort die Abgeltungssteuer abziehen und dem Finanzamt überweisen.

Uwe Ulrich
uwe [ at ] versicherung-in [ dot ] de

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