Neue Services der Versicherungen
Viele der über 50jährigen fürchten sich davor, im Alter nicht zu wissen, wer sie im Pflegefall betreut. Diese Angst ist nicht so unbegründet. Viele fragen sich, ob eine individuelle Pflege in Zukunft noch möglich ist und vor allem, ob sie sich diese auch noch leisten können.
Manche bemühen sich auf diese Fragen Antworten zu geben und auch jenen, die einen Pflegefall in der Familie betreuen, signalisieren, dass Sie nicht damit allein sind. In Infoportalen findet man vermehrt Informationen zu Pflege, Finanzierung und eigener Vorsorge in kompakter Form zusammengefasst.
Eine umfassende Information und Hilfestellung für die Betreuung von Pflegebedürftigen aber auch für die eigene persönliche Vorsorge für eine Pflege im Alter findet man nicht sehr oft.
Im Durchschnitt kostet die private Versorgung rund um die Uhr zu Hause zwischen 1.500 und 2.000 Euro im Monat, alle Förderungen (ausgenommen Pflegegeld) und Ausgaben für Rezeptgebühren, Heilmittel, Fahrten und soziale Dienste mit eingerechnet. Das Pflegegeld liegt zwischen 148,30 Euro im Monat bei Pflegestufe 1 bis 1.562,10 bei Pflegestufe 7 (Schwerstpflegebedürftigkeit). Der überwiegende Teil der Pflegebedürftigen ist aber zwischen Pflegestufe 1 – 4 eingestuft und erhält daher maximal 632,70 Euro im Monat staatliche Unterstützung. Eine Lücke von durchschnittlich 1.000 Euro im Monat gilt es dann selbst zu finanzieren.
Wo früher die Familie die Altenpflege als selbstverständlich übernahm, hilft heute nur eine rechtzeitige Vorsorge, eine Pflegeversicherung als eine Altersvorsorge. Die Lebenserwartung steigt unaufhörlich und Einkindfamilien werden immer häufiger. Wo früher 4 bis 6 Kinder sich um die alten Eltern kümmerten, ist heute ein „Einzelkind“ damit wirklich überfordert. Versicherungen haben diese Entwicklung bereits bemerkt und unterschiedliche Konzepte zur Pflegeversicherung entwickelt.
Andreas Stöckl
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