Selbstständige und ihre Altersvorsorge


In Deutschland gibt es etwa 4 Millionen Selbstständige, die allein verantwortlich sind für ihre Altersvorsorge. Lange Zeit gab es keine staatliche Förderung für Selbstständige wie bei den versicherungspflichtigen die Riester Rente. Seit dem letzten Jahr hat der Gesetzgeber nun auch die Rürup Rente, mit dem Jahressteuergesetz 2007, so verbessert, dass es sich lohnt darüber nachzudenken.

Vorher gab es viel Verwirrung um die Günstigerprüfung nach § 10 Abs. 4 a ESTG, wo das Finanzamt zu prüfen hatte, ob der Versicherte nach seinem Alter oder neuer Rechtslage besser gestellt ist. Teilweise waren die Beiträge zur Rürup Rente nicht mehr steuermindernd. Inzwischen kann man die Beiträge zur Rürup Rente ab dem ersten Euro geltend machen.

Im Jahr 2007 sind 64 Prozent der Beiträge steuerlich absetzbar, im Jahr 2008 sind es dann 66 Prozent, dies erhöht sich dann Jahr für Jahr bis im 2025 genau 100 Prozent erreicht sind. Allerdings gibt es Höchstgrenzen von maximal 20.000 Euro bei Singles und das doppelte bei Ehepaaren. Je höher der individuelle Steuersatz des einzelnen ist, desto mehr profitiert er davon. Einzahlungen in die Rürup Rente sind monatlich, vierteljährlich, halbjährlich und auch jährlich möglich. Ebenso sind Einmalzahlungen erlaubt.

Bevor Selbstständige eine Rürup Rente abschließen, sollte geprüft werden ob auch ein Anspruch auf die Riester Rente besteht, dies ist möglich wenn zum Beispiel der Ehepartner einer versicherungspflichtigen Beschäftigung nachgeht.

Natürlich hat die Rürup Rente nicht nur Vorteile sondern auch Nachteile. Sie ist extrem unflexibel, da sie nicht vererbbar ist, allerdings kann eine Hinterbliebenenabsicherung in den Vertrag eingeschlossen werden.

Ein weiterer Nachteil ist der Umstand, dass die Rürup Rente frühestens mit 60 Jahren in Anspruch genommen werden kann und dass kein Geld während der Laufzeit entnommen werden kann. Ab dem Jahr 2007 können auch Banken und Fonds die Rürup Rente anbieten, was den meisten Versicherungsgesellschaften sicherlich mehr als ein Dorn im Auge ist.

Uwe Ulrich
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