Versicherungen und ihr Ursprung


Woraus entstanden eigentlich die heutigen Versicherungen? Um die Wurzeln beispielsweise einer heutigen Rechtsschutz oder Lebensversicherung zu finden, muss man sich bei der Erforschung tief ins Mittelalter begeben.

Ab dem 14. Jahrhundert veränderten sich die vormals religiös orientierten sog. „Zünfte“ zu Organisationen, welche die Interessen ihrer Mitglieder, dies waren Handwerksmeister, in vielerlei Hinsicht vertraten. Man beschützte die Handwerksmeister vor Konkurrenz, legte Regeln fest, nach denen die Ausbildung von Lehrlingen und Gesellen verlief und half, wenn Feuer oder andere Härten eine Existenz bedrohten.

Bei den Kaufleuten hießen diese Zusammenschlüsse Gilden. In den Zuständigkeitsbereich der Zünfte und Gilden fielen auch wirtschaftlicher Schutz und Unterstützung der einzelnen Mitglieder in besonderen Fällen. Man schützte die Mitglieder vor Konkurrenz. Noch deutlicher wird das Prinzip am Beispiel der selteneren Söldnergilden, die gegen ein Entgelt ihren Schutz anboten. Falls ein Söldner bei einem Auftrag sein Leben lassen musste, sprang die Gilde ein, und kümmerte sich um die Hinterbliebenen. Heute bezeichnen wir diese Form des Schutzes als Risikolebensversicherung. Der Schutz, den die Söldner gaben, war vor allem für Reisende gedacht. Kaufleute waren von berufs wegen viel unterwegs. Waren mussten im- und exportiert werden. Hier kann man also im Prinzip den Vorläufer der modernen Lebens- Transport- und Autoversicherungen sehen.

Schon damals galt: Du bekommst Sicherheit gegen ein Entgelt. Dieses Prinzip gilt auch heute noch für alle Versicherungen, die man zu seinem persönlichen Schutz abschließt.

Ortrud Büthe
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